Fit und Gesund - Logo
  • Gelesen: 4.763
  • Artikel speichern
  • Artikel ausdrucken

Halsschmerzen

Halsschmerzen treten vermehrt in der nasskalten Jahreszeit auf und sind in der Regel harmlos. Meist klingen die Halsschmerzen bald wieder ab, doch können sie auch erste Anzeichen für eine ernsthafte Erkrankung, wie eine Erkältung oder eine Mandelentzündung, sein. In den meisten Fällen helfen Naturheilmittel.


Die Definition Halsschmerzen

Bei Halsschmerzen handelt es sich um ein oft auftretendes Symptom bei Infekten der oberen Atemwege. In erster Linie ist es die Erkältung, die Halsschmerzen auslöst. Bakterien, Viren und auch andere Keime schädigen und reizen die Schleimhäute im Hals. Diese entzünden sich, der Hals wird rot, er schwillt an und Schmerzen treten auf.

Gleichzeitig mit den Halsschmerzen kann ein Kratzen im Hals auftreten, weiters sind Schluckbeschwerden und Heiserkeit Begleiterscheinungen. Handelt es sich um einen Infekt, kann auch Fieber auftreten, ist es eine Angina, schwellen die Mandeln an oder können gar vereitert sein.

Meist ist ein Infekt oder das Rauchen, welche Halsschmerzen auslösen harmlos, doch können auch ernstere Erkrankungen, wie ein Kehlkopftumor, Verursacher sein.


Die Ursachen für Halsschmerzen

Es gibt eine Vielzahl von Ursachen für Halsschmerzen, die oft von Husten, Kopfschmerzen oder Schnupfen begleitet werden.

Diese können sein:
  • Eine Grippe oder eine Erkältung

  • Eine Mandelentzündung (Tonsillitis)

  • Eine Diphtherie

  • Eine Mumpserkrankung

  • Das Pfeifferische Drüsenfieber

  • Das Krupp-Syndrom und der Pseudokrupp

  • Eine Reizung der Atemwege durch stabige, trockene Luft oder Rauchen

  • Eine Überbeanspruchung der Stimme (Schreien, langes Reden, Singen)

  • Eine Verletzung am Hals

  • Eine Inhalation mit Gift

  • Eine Kehldeckelentzündung

  • Eine Kehlkopfentzündung

  • Eine Rachenentzündung

  • Ein Kehlkopfkrebs

  • Ein Halsabszess

  • Eine Schilddrüsenerkrankung

  • Eine Speiseröhrenerkrankung


Die Behandlung von Halsschmerzen

Zumeist helfen sich die Betroffenen selbst und holen sich aus der Apotheke freiverkäufliche Arzneimittel. Die meisten Mittel werden lokal angewendet und entfalten ihre Wirkung im Mund, Hals und Rachen.

Diese Präparate werden unterteilt in:
  • Örtlich betäubende Präparate, lokalanästhetisch

  • Entzündungshemmende Präparate, (antiinflammatorisch)

  • Desinfizierende Präparate (antiseptisch)

  • Gegen Bakterien wirkende Präparate (antibiotisch)

  • Reizlindernde und schleimhautausklebende Präparate (muccilaginös)

  • Zusammenziehende und Abschwellende Präparate (adstringierend)

Diese Präparate (Lutschtabletten, Sprays, Gurgellösungen) sind zumeist wohltuend, allerdings verkürzen sie nicht die Dauer der Halsschmerzen.

Hausmittel wie Gurgeln mit Salzwasser, Salbei- oder Kamillentee, Topfen- und heiße Kartoffelwickel, viel Flüssigkeit und sich warmhalten und schonen helfen am ehesten.

Alternativ könne homöopathische Mittel angewendet werden, ob diese wie auch anthroposophische oder pflanzliche Mittel tatsächlich wirken, ist umstritten.

Handelt es sich um eine bakterielle Infektion als Auslöser der Halsschmerzen, kann vom Arzt Antibiotikum verschrieben werden. Tritt eine Mandelentzündung immer wieder auf, ist es oft sinnvoll, die Gaumenmandeln operativ zu entfernen.

Wenn eine Ursache schwerwiegend ist, wie ein Tumor, dann erfordert das eine spezifische Behandlung.

In jedem Fall gilt: alle die Schleimhaut reizenden Ursachen wie Rauchen zu vermeiden.

Tipp: Wenn die Halsschmerzen länger als sieben Tage andauern, es zu sehr starken Schluckbeschwerden kommt oder der Mund sich nicht ganz öffnen lässt, wenn Fieber auftritt oder ein begleitender Hautausschlag auftritt, sollte ein Arzt konsultiert werden.


Kann man Halsschmerzen vorbeugen?

Bestimmte Maßnahmen können Halsschmerzen vorbeugen, ein Verhindern ist aber nur bedingt möglich.

Das können unter anderem sein:
  • Ein feuchtes Raumklima

  • Bestimmte Ansteckungsherde wie große Menschenansammlungen oder den Kontakt mit erkälteten Personen meiden

  • Nicht Rauchen

  • Die Stimme nicht überlasten

  • Saunabesuche, heiße Bäder mit Kräuterzusätzen oder regelmäßige Spaziergänge helfen die Schleimhäute zu durchbluten und damit die Ansteckung mit Erkältungsviren zu verhindern

  • Echinacea Präparate zur Stärkung der Immunabwehr


Weitere Informationen zum Thema Halsschmerzen

Viele gute Tipps bekommt man bei allen Ärzten, HNO-Spezialisten und im Internet. Auch Ratgeber zu Heilmitteln, Hausmitteln und anderen Hilfestellungen finden sich im Internet genügend, weiters bieten die Apotheken kompetente Informationen.
 mehr zum Thema ...
Mandelentzündung bei Kindern
Kinderkrankheiten
Heiserkeit
Erkältung & Grippe
Schluckstörungen
Atemwegserkrankungen
Kehldeckelentzündung (Epiglottitis)
HNO Erkrankungen
Mandelentzündung
HNO Erkrankungen
Rachenentzündung
HNO Erkrankungen


» zurück zu Erkältung & Grippe an den Artikel-Anfang Artikel ausdrucken

ARTIKEL BEWERTEN:

Bewertung: Ø 1.8 / (12 Stimmen)

TEILEN & BOOKMARKS SETZEN

KOMMENTARE

noch kein Kommentar abgegeben.

KOMMENTAR SCHREIBEN

Schreiben Sie ein Kommentar als FitUndGesund User!
  Name
  Email-Adresse (*wird nicht veröffentlicht)
  Spam-Schutz (Summe von 9 + 1 eingeben)
LOGIN
  • zur Facharzt-Suche
  • zur Apotheken-Suche
  • Frühling und Pollenallergie
  • die 10 häufigsten Krankheiten
  • Halsschmerzen

aktuelle News
FitUndGesund - Newsletter


ähnliche Themen