Gürtelrose (Herpes Zoster) |
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Eine Gürtelrose (Herpes Zoster) wird durch spezielle Viren (Herpes-Viren), den Varicella-Zoster-Viren, ausgelöst. Im Normalfall sind diese Viren Verursacher von Windpocken in der Kindheit. Ist die Windpocken-Erkrankung überstanden, verbleiben die Viren in bestimmten Zellen der Nerven und können im Erwachsenenalter reaktiviert werden.
Was ist eine Gürtelrose (Herpes Zoster)?
Bei einer Gürtelrose handelt es sich um eine Hauterkrankung verursacht durch eine Infektion durch das Varicella-Zoster-Virus (Herpes-Virus, Erreger der Windpocken).
In der Regel erkranken an einer Gürtelrose nur Menschen mit vergangener Windpockenerkrankung, zumeist in der Kindheit. Das Varicella-Zoster-Virus überlebt in bestimmten
Zellen der Nerven und kann durch verschiedene Umstände reaktiviert werden. Eine Gürtelrose tritt im Erwachsenenalter (nach dem 45. Lebensjahr) auf, Risikopersonen sind Menschen mit einer Immunabwehr wie chronisch kranke Menschen, Menschen mit HIV oder Krebs. Die Ansteckungsgefahr ist gering.
Die Ursachen für eine Gürtelrose (Herpes Zoster)
Auslöser für die Gürtelrose ist das Varicella-Zoster-Virus, die medizinische Bezeichnung dafür ist „humanes Herpes-Virus Typ 3“ oder kurz HHV 3.
In der Kindheit löst das Virus eine Windpockeninfektion aus, nach überstandener Krankheit stirbt das Virus nicht ab, sondern wandert den Nervenfasern entlang bis zur Wirbelsäule und setzt sich in den sogenannten Spinalganglien fest.
Wodurch es im Erwachsenenalter zur Reaktivierung der „schlafenden“ Viren kommt, ist noch nicht eindeutig geklärt. Ein Zusammenhang mit der Immunabwehr liegt jedoch nahe, denn vermehrt tritt eine Gürtelrose bei Menschen mit AIDS oder Krebserkrankungen auf.
Im Gegensatz zu den Windpocken breitet sich die Gürtelrose nur entlang der vom betroffenen Nerv versorgten Körperregion aus. Die Ansteckung mit einer Gürtelrose kann nur über den Bläscheninhalt erfolgen und nur an Menschen, die noch keine Infektion mit dem Varicella-Zoster-Virus hatten.
Die Symptome einer Gürtelrose (Herpes Zoster)
Die Symptome der Gürtelrose treten nur in begrenzten Regionen des Körpers auf. Anfangs kommt es zu einem allgemeinen Krankheitsgefühl, leichtes Fieber kann sich zeigen. Bald treten starke, brennende Schmerzen sowie Empfindungsstörungen in der betroffenen Körperregion auf.
Die Haut schwillt an, wird rötlich und es kommt zu einer Knötchenbildung, die sich bald in winzige bis erbsengroße Bläschen entwickeln. Oft enthalten die gruppenförmig angeordneten Bläschen blutige Flüssigkeit.
Weiters kann eine Gürtelrose sich auf das Gesicht konzentrieren. In diesem Fall überlebten die Viren im Gehirnnerv. Die typischen Symptome befinden sich auf einer Gesichtshälfte am Auge, der Nase, der Stirn und der Kopfhaut (in den Haaren).
Bildet sich ein Geschwür im Bereich der Regenbogenhaut oder der Hornhaut des Auges, kann das zu Schäden führen die schlimmstenfalls eine Erblindung zur Folge haben.
Befindet sich die Gürtelrose im Bereich des Ohrs, führt das in vielen Fällen zu einer Gesichtslähmung, die gelegentlich wieder zurückgeht. Die Lähmung der Muskulatur im Gesicht kann auch bei einer Gürtelrose am Hals auftreten.
Die Behandlung einer Gürtelrose (Herpes Zoster)
Behandlung: In erster Linie richtet sich die Therapie einer Gürtelrose auf die Linderung der Symptome und die Verkürzung der Erkrankung.
Je eher die Gürtelrose erkannt und behandelt wird, desto schneller lassen sich die Schmerzen und der Hautausschlag lindern. Der Arzt verschreibt Virostatika und Schmerzmittel.
Der Patient sollte sich überdies ausruhen und die entzündete Haut mit entsprechenden Präparaten (erhältlich in Apotheken auf Empfehlung des Arztes oder Apothekers) behandeln.
Der Verlauf der Gürtelrose (Herpes Zoster) ist in den meisten Fällen gut, bei vielen Betroffenen heilt die Gürtelrose ohne Folgen ab. Mögliche Komplikationen können bleibende Lähmungen im Gesicht oder des Zwerchfells sein.
Kann man einer Gürtelrose (Herpes Zoster) vorbeugen?
Gegenwärtig ist ein Varizellen-Impfstoff verfügbar, der eine Erkrankung weitestgehend vermeidet oder wenn es doch zur Erkrankung kommt, einen milden Verlauf gewährleistet. Für Menschen ab 60 Jahren ist die Impfung empfehlenswert.
Wichtig: Bei den kleinsten Anzeichen für eine Gürtelrose ist sofort ein Arzt zu konsultieren.
Weitere Informationen zur Gürtelrose (Herpes Zoster)
Informationen zum Varizellen-Impfstoff halten alle Ärzte und auch das Internet bereit. Arzneimittelinformationen bekommt man in den Apotheken (Liste auf unserer Website) und natürlich bei den Ärzten.
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