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Grippe

Eine Grippe, auch Influenza genannt, tritt plötzlich, vermehrt in den Wintermonaten auf und kann einen äußerst unterschiedlichen Verlauf nehmen. So kann die Grippe mild verlaufen, aber auch lebensbedrohlich werden. Eine echte Grippe beginnt mit akuten, intensiven Symptomen, anders als bei einer Erkältung.


Was ist eine Grippe?

Eine Grippe wird durch Viren hervorgerufen. Sie tritt plötzlich auf und wird von Fieber begleitet. Anders als ein grippaler Infekt (Erkältungskrankheit) muss eine Grippeerkrankung durchaus ernst genommen werden, denn sie kann unter Umständen zu Komplikationen führen und schlimmstenfalls mit dem Tod enden.

Saisonal kommt es jedes Jahr zu Grippeepidemien mit Todesfällen. Auch Pandemien, länderübergreifende Grippeepidemien, sind von Zeit zu Zeit (mehrere Jahre bis Jahrzehnte) möglich.

Die bekannteste Grippepandemie war die Spanische Grippe – rund 500 Millionen Menschen waren weltweit infiziert, zwischen 25 und 40 Millionen (genaue Zahlenangaben gibt es nicht, das sind Annahmen) Menschen starben.


Die Ursachen für eine Grippe

Eine Grippe wird durch die Influenza-Viren A, B und C ausgelöst, wobei vor allem die Virustypen A und B, am häufigsten Typ A, beim Menschen zu schweren Erkrankungen der Atemwege führen können.

Der Typ C verursacht eher milde Erkrankungen bei Kindern, eher selten auch bei Erwachsenen.
Da die Influenza-A-Viren genetisch sehr variabel sind, muss jedes Jahr ein neuer Impfstoff hergestellt werden.

Die Übertragung des Influenza-Virus findet durch Tröpfcheninfektion (Niesen, Husten, Sprechen) statt. Auch durch direkten Kontakt, beispielsweise beim Händeschütteln oder Küssen, kann das Virus übertragen werden.Schnell kommt es zur Besiedelung der Viren in den Schleimhäuten der oberen Atemwege.

Inkubationszeit: ein paar Stunden - 3 Tage
Infizierte sind bereits während der Inkubationszeit ansteckend, auch wenn noch keine Grippesymptome bemerkbar sind.


Die Symptome einer Grippe

Die Symptome einer Grippeerkrankung sind sehr unterschiedlich – von milden Verläufen bis zur schweren Erkrankung, schlimmstenfalls dem Tod.

In der Regel treten die ersten Symptome der Grippe 1 bis 3 Tage nach der Infektion auf. In dieser Zeitspanne breiten sich die Influenza-Viren, meist Typ A, in der Schleimhaut des Nasen-Rachen-Raums aus.


Typische Grippesymptome sind:
  • Akut auftretendes, hohes Fieber, bis 41°

  • Schnupfen

  • Rachenentzündung

  • Schüttelfrost, Schweißausbrüche

  • Heiserkeit, Halsschmerzen, Reizhusten, Schmerzen hinter dem Brustbein

  • Starke Kopfschmerzen

  • Muskel- und Gliederschmerzen

  • Appetitlosigkeit, Übelkeit


Die Behandlung einer Grippe

Behandlung: Allgemeine Maßnahmen, Visrustatika, allgemeine Medikamente, Antibiotika

In erster Linie wird eine Grippe ursächlich behandelt, das bedeutet, den Erreger mit Medikamenten zu bekämpfen. Dafür eignen sich Virusattika wie Neuraminidasehemmer, Zanamivir oder Oseltamivir.

Kommt es zu bakteriellen Superinfektionen wie einer Lungenentzündung, muss Antibiotika verabreicht werden.

Bei einem milden Grippeverlauf wirken fiebersenkende und schmerzstillende Mittel wie acetylsalicylsäurehaltige Präparate (ASS) und allgemeine Hausmittel am besten, auch Hustensäfte oder Nasentropfen können die Beschwerden mildern.

Kindern dürfen keinesfalls ASS-Präparate verabreicht werden, dadurch könnte sich das lebensgefährliche Reye-Syndrom entwickeln.

Strikte Bettruhe ist während der akuten Grippephase einzuhalten, danach ist eine körperliche Schonung nötig. Um die Atemwege zu unterstützen eigenen sich Inhalationen mit Kamille oder Salzlösungen.

Dem Rachen tut Gurgeln gut, heiße Getränke sind kalten vorzuziehen. Viel Flüssigkeit, insbesondere bei hohem Fieber, ist unerlässlich.

Ein Verzicht auf Alkohol, schwarzen Tee und Kaffe ist empfehlenswert. Nach etwa ein bis zwei Wochen ist eine unkomplizierte Grippeerkrankung überstanden.

Kleine Kinder, ältere Menschen, Menschen mit geschwächtem Immunsystem sowie schwangere Frauen sind besonders gefährdet, an einer Grippe mit schwerem Verlauf und möglichen Komplikationen wie Lungenentzündung oder Hirnentzündung zu erkranken.


Kann man einer Grippe vorbeugen?

Besonders die Risikogruppen wie ältere Menschen, Kinder, chronisch kranke Menschen, medizinisches Personal sowie jeder, wenn eine Grippeepidemie zu erwarten ist, sollte eine Grippeschutzimpfung in Anspruch nehmen.

Weiters wird für Menschen über 60 Jahre, Säuglinge bis zum 2. Lebensjahr und Menschen mit schweren Grunderkrankungen eine Pneumokokken-Schutzimpfung (Pneumokokken rufen eine Lungenentzündung hervor) empfohlen.


Weitere Informationen zur Grippe

Informationen zu Grippemitteln bekommt man in allen Apotheken (eine Liste aller österreichischen Apotheken befindet sich auf unserer Website).

Bei den typischen Symptomen ist ein Arzt zu konsultieren, denn es ist sinnvoll, die Influenzaviren ursächlich und so früh wie möglich zubehandeln. Gute Tipps zu Hausmitteln finden sich unkompliziert im Internet.
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