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Grippe und grippaler Infekt

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Eine Grippe tritt plötzlich und vermehrt in den Wintermonaten auf. Bei der Viruserkrankung ist eine milde Form ebenso möglich wie eine extreme, oft sogar lebensbedrohende Form. Die Symptome sind am Anfang der Erkrankung ähnlich denen einer Erkältung. Da eine Grippe durchaus gefährlich werden kann, muss die Erkrankung entsprechend behandelt werden.


Was ist eine Grippe (Influenza)?

Bei einer Grippe handelt es sich um eine plötzlich auftretende, akute und fieberhafte Virus-Infektionserkrankung. Ein grippaler Infekt ist im Gegensatz zur Grippe eine eher harmlose Erkältungskrankheit. Denn eine Grippe kann unter Umständen zu schweren Komplikationen führen und schlimmstenfalls gar mit dem Tod enden.

So gibt es auch gegenwärtig noch während jeder Grippesaison viele Todesfälle. In größeren Zeiträumen werden sogenannte Pandemien beobachtet, wo die Grippe grenzübergreifend und sogar weltweit auftreten kann.

Historisch ist die schwerste bekannte Grippe-Pandemie die spanische Grippe, die in den Jahren 1918 bis 1919 weltweit grassierte. Die Zahl der Toten bewegte sich zwischen 25 bis 40 Millionen Menschen, 500 Millionen Menschen erkrankten - zumeist junge Menschen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Die Todesopfer waren in der Mehrzahl junge Frauen. Später verliefen die Grippe-Pandemien milder, doch immer wieder gab es viele Todesopfer.


Die Ursachen für eine Grippe

Eine Grippe wird durch die Influenza-Viren Typ A (der häufigste Grippeerreger), B oder C ausgelöst. Die Typen A und B können zu erheblichen Atemwegserkrankungen führen, dagegen führt Typ C eher zu milden Erkältungskrankheiten, insbesondere bei Erwachsenen und eher selten bei Kindern.

Da sich das Grippe A-Virus, welches besonders zu Grippe-Epidemien führt, ständig ändert, muss auch die für Grippe-Impfung jedes Jahr ein neuer Impfstoff hergestellt werden.

Übertragen wird das Grippe Virus durch Tröpfcheninfektion, also durch Husten, Niesen, oder auch durch direkten Kontakt wie beim Händeschütteln oder Küssen.
Schnell werden die Schleimhäute der oberen Atemwege mit den Viren besiedelt.

Inkubationszeit: ein paar Stunden bis drei Tage

Nach der Ansteckung, auch vor dem Ausbrechen der Erkrankung, ist ein Infizierter bereits ansteckend. Auch noch zwischen drei und fünf Tagen nach Ausbruch der Krankheit bleibt ein Infizierter noch ansteckend, Kinder sind sogar noch sieben Tage nach dem Ausbrechen der Grippeerkrankung ansteckend.


Die Symptome einer Grippe

Die Symptome einer Grippeerkrankung äußern sich unterschiedlich, von einem milden bis sehr schweren bis schlimmstenfalls tödlichen Verlauf. In der Regel bricht die Grippeerkrankung zwischen ein und drei tagen nach der Infektion – in diesem Zeitraum setzen sich die Influenza-Viren in der Schleimhaut der oberen Atemwege (Nasen-Rachen-Raum) fest und vermehren sich.

Zu den ersten Anzeichen einer Grippe zählt ein plötzlich auftretendes, sehr hohes Fieber (bis 41°), ein Schnupfen und eine Rachenentzündung, oft begleitet von Schweißausbrüchen und Schüttelfrost.

Da sich die Viren schnell in den oberen Atemwegen vermehren, leidet der Patient unter Reizhusten, Halsschmerzen, Heiserkeit und schmerzendem Brustraum. Weiters kennzeichnen starke Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Muskelschmerzen eine Grippeerkrankung, weiters kommt es zu Appetitlosigkeit und oft auch Übelkeit.


Die Behandlung einer Grippe

Behandlung: Visrustatika wie Neraminidasehemmer, Zanamivir, Oseltamivir oder Amantadin, Antibiotika, Hausmittel, fiebersenkende- und schmerzlindernde Präparate,
Prinzipiell ist es notwendig, die Ursache, also den Erreger der Grippe, zu behandeln. Diese Behandlung sollte so früh wie möglich beginnen.

Sogenannte Visrustatika, beispielsweise Neuraminidasehemmer, werden oft eingesetzt, helfen aber nur bei den Virus-Typen A und B. Weiters helfen gegenwärtig die Wirkstoffe Zanamivir und Oseltamivir. Bei Amantadin handelt es sich um ein älteres Grippemittel – dieses ist nur für den Grippe Virus A geeignet.

Die grundsätzliche Ursache einer Viruserkrankung ist mit Antibiotika nicht behandelbar, allerdings jegliche bakterielle Zweitinfektion aufgrund der Erkrankung (Beispiel Lungenentzündung).

Hat die Grippe einen leichten Verlauf, werden nur die Beschwerden therapiert, dabei können Hausmittel ebenso helfen wie fiebersenkende oder schmerzlindernde Präparate.

Bei Kindern muss darauf geachtet werden, niemals Salicylate wie ASS zu verabreichen, das kann zu einer lebensbedrohlichen Situation oder schweren Folgeschäden führen.

Tipp: Es ist zu empfehlen, währen der Erkrankung das Bett zu hüten. Helfend wirken Inhalationen mit Kamille oder Salzlösungen, Gurgeln, viel Trinken (Wasser, Früchte- oder Kräutertees, etc.) und auf Kaffee, Alkohol oder schwarzen Tee zu verzichten.


Der Verlauf und Komplikationen bei einer Grippe

Wird eine Grippe frühzeitig behandelt, ist die Prognose durchaus positiv. Nach etwa sechs Tagen ist ein Patient wieder fieberfrei, allgemein dauert eine Grippeerkrankung zwischen ein und drei Wochen.

Als Komplikationen können bakterielle Zweitinfektionen (unter anderen eine Lungenentzündung, Mittelohrentzündung, Herzmuskelentzündung, bis zur Enzephalitis) auftreten, es ist daher notwendig, eine Grippe gezielt zu behandeln.

Auch wenn die tatsächlichen Todesfälle eher selten sind, niemals sollte eine Grippeerkrankung als harmlos angesehen werden – ein Arzt ist immer aufzusuchen!


Kann man einer Grippe vorbeugen?

Die beste Vorbeugungsmaßnahme ist eine Grippe-Impfung, die jährlich erneuert werden sollte und vor allem für Menschen über 60 Jahre, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Menschen, die in Altersheimen oder Pflegeheimen wohnen, pflegendes und medizinisches Personal und insbesondere, wenn sich eine neue Epidemie ausbreitet, für jeden.

Prophylaktisch kann man sich einem Kontakt mit einem Grippekranken vorbeugend Medikamente einnehmen, oft die Hände waschen oder prinzipiell nur Einweg-Taschentücher verwenden.


Weitere Informationen

Alle Ärzte und auch das Internet halten vieles an Informationen bereit. Es gilt: immer zum Arzt, wenn die ersten Symptome einer Grippe auftauchen.
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