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Genitalwarzen

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Genitalwarzen sind die verbreitetste Geschlechtskrankheit weltweit, welche durch Viren – das Humane Papilloma Virus, kurz HPV – ausgelöst werden. Vom HPV Erreger existieren mehr als 100 verschiedene Formen. Die Symptome bei Genitalwarzen sind kaum zu bemerken, doch können sie sich ausbreiten und sich zu bösartigen Tumoren entwickeln.


Was sind Genitalwarzen?

Genitalwarzen werden durch Viren verursacht und zählt zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten weltweit. Als Erreger gilt das HPV-Virus (Humane Papilloma Virus), welches auch für andere Hautwarzen außerhalb des Genitalbereichs verantwortlich sein kann.

Wenn es zur seltenen Ausbreitung der Genitalwarzen kommt und diese sich zu großen Beeten formieren, spricht man von Riesenkondylomen.

Genitalwarzen sind zumeist gutartige Schleim- und Hauttumore, die manchmal auch spontan abheilen. Allerdings kann bei nahezu 100% der Gebärmutterhalskrebsfälle das HPV-Virus eindeutig klassifiziert werden.

Global erkranken jährlich über 30 Millionen Menschen an Genitalwarzen. Männer und Frauen sind gleichermaßen betroffen, jedoch bilden sich vorwiegend bei Frauen bösartige Tumore durch das HPV-Virus.


Die Ursachen für Genitalwarzen

Der Auslöser für Genitalwarzen ist eine Infektion mit dem HPV-Virus (Humane Papilloma Virus), wovon es weltweit 100 verschiedene Vertreter gibt. Dreißig Typen des winzigen DNA Virus (50 nm groß) können Auslöser für Genitalwarzen sein.

Übertragen wird der Erreger durch winzige Verletzungen der Haut oder Schleimhaut. Zumeist findet die Ansteckung beim Geschlechtsverkehr statt, doch auch beim gemeinsamen Baden oder durch Gegenstände, an denen der Erreger haftet, ist eine Ansteckung möglich. Die Viren gelangen in die Epithelienzellen und vermehren sich dort in den Zellkernen.

Die Entwicklung der Warzen dauert zwischen drei Wochen und acht Monaten. Ein besonderes Risiko, um an Genitalwarzen zu erkranken, haben junge Erwachsene, die sexuell aktiv sind. Begünstigt wird die Erkrankung durch Nikotin und die Antibabypille.


Die Symptome bei Genitalwarzen

Die Symptome bei Genitalwarzen sind gering und hängen von ihrer Lokalisation ab.

Unterschieden werden:

  • Feigwarzen: kleine, flache, beetartig auftretende Papeln. Diese können weiterwachsen und eine rot-braune Farbe annehmen. Sie befinden sich an den Schamlippen, der Scheide, dem Penis, dem Analkanal, der Harnröhre und am Enddarm.

  • Condyplomata plana: Es bilden sich an denselben Stellen wie bei den Feigwarzen Warzen (flach, hautfarben)

  • Buschke Löwenstein-Tumore: schwere Verlaufsform, die Warzen wuchern, Gewebe kann zerstört werden, Fisteln in Harnröhre, Analkanal und Enddarm können sich bilden. Ein Plattenepithelkarzinom kann sich entwickeln.

  • Pigmentierte papulöse Effloreszenzen: Befinden sich an derselben Stelle wie die Warzen und sind flache, halbkugelige, einzelne, eventuell bräunliche Hautveränderungen, eine bösartige Entartung ist möglich.

  • Verruca vulgaris: auch gemeine Warzen genannt. Die Lokalisierung liegt am Unterbauch, Oberschenkel, dem Gesicht und an den Händen. Typisches Symptom ist eine verdickte, hornige Haut mit kleinen Pigmentierungen.


Die Behandlung bei Genitalwarzen

Behandlung: Eigentherapie, ärztliche Behandlung

Je nach Ausbreitung und Größe der Hautveränderungen kann eine medikamentöse Selbsttherapie oder eine vom Arzt ausgeführte Behandlung durchgeführt werden. Oft ist eine wiederholte Behandlung nötig, ebenso wichtig ist die Nachsorge.

Bei der Eigentherapie werden die Warzen mit Zytostatika bestrichen. Schwangere Frauen dürfen diese Präparate jedoch nicht anwenden.

Der Arzt bestreicht die Genitalwarzen mit Trichloressigsäure. Weitere Therapiemaßnahmen sind:
  • Die Kryotherapie (Kältetherapie)

  • Die Elektrotherapie

  • Die Lasertherapie

Manchmal müssen die Warzen chirurgisch entfernt werden. In der Regel verläuft die Erkrankung mit Genitalwarzen positiv, in manchen Fällen kommt es zu Spontanabheilungen ohne Behandlung.


Kann man Genitalwarzen vorbeugen?

Die wirksamste Vorbeugungsmaßnahme ist das Verwenden von Kondomen, da die Erreger zumeist beim Geschlechtsverkehr übertragen werden.

Gegenwärtig ist es möglich, junge Mädchen zwischen zwölf und siebzehn Jahren gegen die HPV-Viren 6,11,16 und 18 prophylaktisch impfen zu lassen.


Weitere Informationen zu Genitalwarzen

Die Impfung gegen die HPV-Viren ist nach wie vor ein heiß diskutiertes Thema. Informationen dazu erhalten interessierte Eltern im Internet und bei Gynäkologen. Das Für und Wider abzuwägen liegt im Ermessen der Eltern der zu impfenden Mädchen.

Hat man sich mit Genitalwarzen infiziert, ist der Gang zum Gynäkologen, Urologen oder Dermatologen erforderlich.


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