Zumeist tritt eine Erkältung nach der Einwirkung von Kälte auf. Sie ist eine akute, durch Viren bedingte Infektion der oberen Atemwege und ist die häufigste Erkrankung. Charakteristisch kommt es bei einer Erkältung zu Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und Heiserkeit. Therapiert werden in der Regel die Beschwerden.
Was ist eine Erkältung?
Bei einer Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, handelt es sich um eine durch Viren verursachte Infektion, die akut die oberen Atemwege betrifft. Auslöser kann eine Schwäche des Immunsystems beispielsweise durch Stress oder Kälte sein.
Durchschnittlich erkrankt ein Erwachsener bis zu fünfmal im Jahr an einer Erkältung, Kinder im Vorschulalter können bis zu achtmal an einer Erkältung erkranken.
Die Symptome gleichen denen einer Grippe (Influenza) im Anfangsstadium. Da eine Grippe aber durchaus lebensgefährlich werden kann, ist es ratsam, eine Diagnose vom Arzt stellen zu lassen.
Die Ursachen für eine Erkältung
Eine Erkältung wird durch verschiedene Krankheitserreger über eine sogenannte Tröpfcheninfektion ausgelöst. Zumeist sind Viren, oft Rhinoviren, Verursacher.
Weiters können
- Coronaviren
- Myxo-, Echo-, Adeno-, RS-, Parainfluenza oder Influenzaviren an der Erkältungsinfektion
beteiligt sein.
Schwerwiegend kann eine bakterielle Infektion verlaufen. Der Körper ist durch die Erkältung geschwächt, Bakterien wie Staphylokokken können sich leichter verbreiten. Diese Misch- bzw. Superinfektionen führen oft zu schweren Komplikationen.
Die Symptome einer Erkältung
Die Symptome einer Erkältung sind von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich, eine Erkältung kann auch verschieden schwer verlaufen.
Anfangs kommt es zu unspezifischen Beschwerden wie Frösteln, einem allgemeinen Krankheitsgefühl, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit und einer leicht erhöhten Temperatur. Kinder bekommen oft Fieber. Bald kommt ein Schnupfen (akute Rhinitis) dazu.
Weiters kann oft eine Rachenentzündung mit Trockenheitsgefühl und Kratzen im Hals sowie Beschwerden beim Schlucken auftreten.
Wenn auch die Kehlkopfschleimhaut entzündet ist, macht sich das mit Heiserkeit, Husten und starken Halsschmerzen bemerkbar. In manchen Fällen kann die Stimme ganz versagen. Kleinkinder leiden bei einer Erkältungserkrankung häufig an Pseudokrupp.
Ist die Luftröhre oder die Bronchialschleimhaut von einer Entzündung im Verlauf der Erkältung betroffen, kommt es zu Husten mit Auswurf und häufig auch Brustschmerzen. In dem Fall muss ein Arzt die Symptome genau abklären.
Die Behandlung einer Erkältung
Behandlung: Eigene Maßnahmen, Medikamente, Alternativmedizin
Eine ursächliche Therapie gibt es nicht, Antibiotika richten gegen die Viren nichts aus. So richtet sich die Therapie auf Behandlung der Symptome der Erkältung.
Im Grunde ist Schonung die beste Maßnahme, weiters kann bei einer Erkältung hilfreich sein:
- Inhalieren von Dampf, beispielsweise mit Salbei
Honig in heißen Getränken
Den Hals warm einwickeln
Die Stimme schonen
Nicht rauchen und Lutschtabletten lutschen
Viele Hausmittel wie Ingwertee können weiters die Beschwerden lindern. Daneben helfen auch Medikamente gegen die Beschwerden, wie kopf- und Gliederschmerzen oder Husten.
Es ist ratsam, einen Arzt zu konsultieren, der dann die individuellen Medikamente verschreibt. Bei Kindern ist mit ASS-haltige Präparate (Acetylsalicylsäure) unbedingt zu verzichten.
Gerne wenden sich Erkrankte auch Alternativheilmitteln wie Homöopathie zu. Ob sie tatsächlich hilfreich sind, wird nach wie vor diskutiert. Ratsam ist eine vorherige Absprache mit einem mit der Methode vertrauten Arzt.
Erkältungen klingen nach rund zehn Tagen wieder ab, die meisten Erkrankungen sind durchaus harmlos. Jedoch kann es bei unbehandelten Erkältungen zu Komplikationen wie einer Herzmuskelentzündung oder bakteriellen Superinfektionen kommen.
Kann man einer Erkältung vorbeugen?
Man kann einer Erkältung nur bedingt durch ein gut funktionierendes Immunsystem vorbeugen. So ist eine gesunde Lebensweise oder regelmäßige Saunagänge eine gute Maßnahme. Aber das gibt keine Sicherheit an einer Erkältung zu erkranken.
Meiden sollte man in den Wintermonaten die Ansammlung von vielen Menschen, der Erreger verteilt sich schnell in der Luft.
Eine Grippeimpfung hilft nicht gegen eine Erkältung, sollte aber ob der Gefährlichkeit der Influenza vorgenommen werden. Auch wurde die zusätzliche Einnahme von Vitamin C als Vorbeugungsmaßnahme in Studien nicht bestätigt.
Weitere Informationen zur Erkältung
Viele Informationen zum Thema Erkältung wie Impfung, Hausmittel oder Arzneimittelinformationen hält das Internet bereit.
Alle Ärzte kennen sich mit Erkältungen aus, darum sollte für die richtige Diagnose auch immer ein Arzt aufgesucht werden. Vor allem, wenn m an sich nicht sicher ist, ob es sich um eine Erkältung oder doch eine Grippe handelt.