Von einem Eierstockkrebs oder Ovarialkarzinom sprechen Mediziner, wenn ein bösartiger Tumor in den weiblichen Keimdrüsen, den Eierstöcken (Ovarien), entsteht. Zumeist entwickelt sich ein Eierstockkrebs bei älteren Frauen, die Symptome machen sich oft erst in einem späten Stadium der Erkrankung bemerkbar.
Was ist ein Eierstockkrebs?
Ein Eierstockkrebs, in der medizinischen Fachsprache Ovarialkarzinom genannt, ist ein bösartiger Tumor der weiblichen Eierstöcke (Keimdrüsen der Frau, Ovarien).
Ein Eierstockkrebs befällt meist beide links und rechts der Gebärmutter liegenden Eierstöcke. Wenn der Krebs durch die Eierstockkapsel bricht, können sich Metastasen in der Bauchhöhle bilden.
Aber die Metastasen können durch das Blut auch in andere Organe wie die Leber oder die Lunge gelangen. Da die Eierstöcke sich während des weiblichen Zyklus ständig ändern (Wachstum) wird ein Eierstockkrebs oft erst spät diagnostiziert.
Der Eierstockkrebs ist verglichen mit anderen Krebsarten wie Darm- oder Brustkrebs eher selten und tritt in der Regel nach der Menopause auf.
Die Ursachen für einen Eierstockkrebs
Gegenwärtig sin die Ursachen für die Entstehung eines Eierstockkrebses weitestgehend unbekannt, es gibt jedoch einige bekannte Risikofaktoren:
- Ein höheres Alter
- Umwelteinflüsse
- Falsche Ernährungsgewohnheiten
- Im weiteren Sinn der monatliche Eisprung
- Genetische Ursachen (beispielsweise Brustkrebsgen-Mutationen von BRCA1 und 2)
Die Symptome bei einem Eierstockkrebs
Oft bemerken die Betroffenen die Symptome des Eierstockkrebses erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Auch dann sind die Beschwerden eher uncharakteristisch und äußern sich in einem Leistungsabfall, Verstopfung oder schmerzen im Unterbauch.
Zwischenblutungen (außerhalb der normalen Regelblutung) können ein Anzeichen sein, allerdings sind die meisten Patientinnen bereits in der Menopause.
Darum ist es wichtig, sofort den Gynäkologen zu konsultieren, wenn Blutungen auftreten. Ist der Eierstockkrebs bereits fortgeschritten, sammelt sich im Bauchraum Flüssigkeit (sog. Aszites), was bei den Betroffenen eine Zunahme des Leibesumfangs bei gleichzeitiger Gewichtsabnahme bedeutet.
Die Behandlung von Eierstockkrebs
Behandlung: Operation, Chemotherapie
Die Behandlung von einem Eierstockkrebs besteht in der Regel aus der Operation und der (meist anschließenden) Chemotherapie.
Bei der Operation steht die Entfernung des kompletten Tumors im Vordergrund, was in den meisten Fällen die Entfernung der Eierstöcke, der Gebärmutter, der Eileiter und einen Teil des Bauchfells erfordert.
Ausnahmen gibt es nur, wenn der Krebs noch in einem sehr frühen Stadium diagnostiziert wird oder es einen eindeutigen Befall von nur einer Seite gibt.
Nach der Operation wird die Behandlung durch eine Chemotherapie (Zystostatika, etc.) vorgenommen, die eine Abtötung der verbliebenen Krebszellen zum Ziel hat.
Die Nachsorge ist nach der Therapie besonders wichtig, um einen Rückfall möglichst schnell erkennen zu können. Anfangs erfolgen die Nachuntersuchungen vierteljährlich, dann halbjährlich und nach fünf Jahren jährlich.
Durch die Nachuntersuchungen ist es den behandelnden Ärzten auch möglich, eventuelle psychische Belastungen der Patientin rechtzeitig zu bemerken und durch weitere Maßnahmen aufzufangen.
Kann man Eierstockkrebs vorbeugen?
Grundsätzlich gibt es keine Vorbeugungsmaßnahmen gegen Eierstockkrebs. Frauen, die mehrmals schwanger waren oder die Antibabypille nehmen, haben ein geringeres Risiko. Kommt es zu Zwischenblutungen, ist immer ein Arzt zu konsultieren.
Weitere Informationen zu Eierstockkrebs
Fundierte Informationen zum Thema Eierstockkrebs bietet das Internet in verschiedenen medizinischen Foren sowie Frauenselbsthilfe- und Krebshilfeseiten.
Natürlich ist der/die GynäkologIn der erste Ansprechpartner, wenn Fragen oder Symptome auftauchen.