Bei einer Diphtherie handelt es sich um eine akute, unter Umständen lebensbedrohende Erkrankung, die durch ein toxinbildendes Bakterium (Corynebacterium diphtheriae) über Tröpfcheninfektion übertragen wird. Schutzimpfung, Antitoxin und Antibiotika machen die Diphtherie heutzutage weniger bedrohlich als in der Vergangenheit.
Was ist die Diphtherie?
Eine Diphtherie ist eine durch Tröpfcheninfektion verursachte Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Corynebacterium diphteriae ausgelöst wird. Der Erreger ist imstande Toxine zu bilden, die die Zellmembranen schädigen oder gar zerstören.
Lokal entzündet sich der Hals-Rachen-Raum, doch bei der toxischen Infektion der Diphtherie wirkt sich die Erkrankung auch auf Organe wie Leber und Herz aus. Im schlimmsten Fall kann das entzündete Gewebe absterben.
Heutzutage kommt es wegen der Schutzimpfungen selten zu Infektionen innerhalb der westlichen Länder, doch kann die Krankheit vom Ausland wie Indonesien oder Afghanistan eingeschleppt werden. Kinder sind von der Erkrankung gleichermaßen betroffen wie Erwachsene.
Die Ursache für eine Diphtherie
Inkubationszeit: 2 – 5, selten bis 8 Tage
Die Infektion mit Diphtherie erfolgt über eine Tröpfcheninfektion, wie Niesen oder Husten, oder durch direkten Kontakt (Wunden, Sekret) bei der Hautdiphtherie.
Verantwortlich für die Diphtherieerkrankung ist das Bakterium Corynebacterium diphteriae. Allerdings ist nicht das eigentliche Bakterium gefährlich, sondern das durch den Erreger gebildete Toxin.
Das Gift kann sich auf lebenswichtige Organe ausbreiten und es kann zu Schädigungen oder dem Absterben der mit dem Erreger infizierten Zellmembranen kommen.
Die Symptome einer Diphtherie
In der Hauptsache machen sich die Symptome im Mandel-Rachenraum bemerkbar, manchmal in Nase, Luftröhre, Kehlkopf oder den Bronchien.
Am Anfang der Diphtherieerkrankung kommt es zu Halsschmerzen, leichtem Fieber und Schluckbeschwerden. Der Verlauf der Diphtherie zeichnet sich durch Heiserkeit, Lymphknotenschwellungen, auffälligen Atemgeräuschen sowie Lähmungen des Gaumensegels und in der Haupterkrankungsphase durch eine Hals-Mandel-Entzündung aus.
Auffallend sind die sogenannten Pseudomembranen, die sich im gesamten Gaumenraum ausbreiten und weißlich grau sind.
Diese Membranen sollten nicht selbst entfernt werden, Blutungen können die Folge sein. Kleinkinder leiden zumeist unter der nasalen Diphtherie mit einem typischen Ausfluss aus der Nase. Weiters gibt es die Kehlkopfdiphtherie, die Hautdiphterie und die Bindehautdiphtherie.
Gefährlich, unter Umständen lebensbedrohend, kann die toxische Diphtherie verlaufen. Neben den erwähnten Beschwerden kann es zu Blutungen, Kreislaufproblemen, Schäden an verschiedenen Organen und im schlimmsten Fall zu einer Lähmung der Atmung oder Herzversagen kommen.
Die Behandlung der Diphtherie
Behandlung: Diphtherie-Antitoxin, Antibiotika, Bettruhe, Spitalsaufenthalt oder häusliche Pflege
Mit der Behandlung wird sofort bei Verdacht begonnen, auch wenn die Diagnose (aufgrund der Laboruntersuchung der Membranen) noch nicht gestellt ist.
- Der Patient wird isoliert
- Ein Diphtherie-Antitoxin wird verabreicht, es ist allerdings wirkungslos, wenn das Erreger-Toxin bereits in den Zellen festsitzt
- Verabreichen von Penicillin (Antibiotika)
- Der Patient wird ständig überwacht, oft im Krankenhaus, um Komplikationen sofort zu erkennen
- Künstliche Beatmung wenn erforderlich
Eine Diphtherieerkrankung ist sehr ernst zu nehmen, unerheblich ob es sich beim Patienten um ein Kind oder einen Erwachsenen handelt. Darum wird auch sehr oft ein Spitalsaufenthalt der häuslichen Pflege vorgezogen.
Gegenwärtig sind tödliche Verläufe bei Diphtherieerkrankungen selten geworden, doch ist die Krankheit nach wie vor gefährlich.
Kann man Diphtherie vorbeugen?
Es ist sinnvoll, die Diphtherie Schutzimpfung in Anspruch zu nehmen und damit speziell Kleinkinder und gefährdete Personen wie medizinisches Personal zu schützen.
Weitere Informationen zum Thema Diphtherie
Hilfreiche Tipps zur Erkrankung Diphtherie finden sich im Internet und bei allen Ärzten, insbesondere Kinderärzten.
Ob man sein Kind impfen sollte, liegt immer im Ermessen der Eltern. Auch dazu gibt es gutes Informationsmaterial beispielsweise über Auffrischungsimpfungen im Web.