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Dellwarzen bei Kinder

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Die Dellwarzen, auch Mollusken genannt, sind stecknadel- bis erbsengroße Warzen, die durch das eingedellte Zentrum leicht zu diagnostizieren sind. In der Hauptsache sind Kinder davon betroffen. Dellwarzen sind ungefährlich, ansteckend und sie können durch verschiedene Methoden entfernt werden.


Dellwarzen – sog. Molluscum contagiosum oder Mollusken

Dellwarzen treten vor allem bei Kindern auf. Sie sind klein (rund 1 bis 3 mm) und in ihrem Zentrum eingedellt. Dellwarzen sind ungefährlich, ansteckend und sie können durch verschiedene Methoden entfernt werden, meist heilen sie aber von selbst wieder ab.


Was sind Dellwarzen und sind sie gefährlich?

Die Dellwarzen, auch Mollusken genannt, sind stecknadel- bis erbsengroße Warzen, die durch das eingedellte Zentrum leicht zu diagnostizieren sind. In der Hauptsache sind Kinder davon betroffen, Erwachsene können Dellwarzen bekommen, wenn sie an einer Immunschwäche leiden oder sich einer Kortisontherapie unterziehen müssen.

Die Dellwarzen sind ansteckend und werden bei direktem Körperkontakt durch eine spezielle Gruppe von Pockenviren, den Poxvirus mollusci, übertragen. Sie treten entweder einzeln oder in ganzen Gruppen auf. Dellwarzen kommen weltweit vor und sind nicht gefährlich oder bösartig.
Der Begriff Warze umfasst übrigens alle ungefährlichen, warzigen und hockerförmigen Hauterscheinungen und stammt aus dem Volk.


Was ist die Ursache für Dellwarzen, wie werden sie übertragen?

Dem Entstehen der gutartigen Dellwarzen liegt eine harmlose Viruserkrankung der Haut (poröse Haut, etc.) zugrunde. Übertragen werden die Dellwarzen dann von Menschen oder auch Gegenständen (Spielzeug, etc.), die die Warzenviren, das Poxvirus mollusci, an sich haben. Angesteckt wird der Betroffene durch eine Schmierinfektion über eine leicht verletzte oder poröse Haut.

Zum Verständnis: Kinder, die Dellwarzen haben, kratzen daran und haben nun eine enorme Menge Virusmaterial an den Händen und unter den Fingernägeln. Sie spielen mit anderen Kindern, Spielzeug wird angefasst. Der Ort der Ansteckung ist geschaffen.

Auch kratzen die Kinder sich an anderen Stellen ihres Körpers und schon ist eine neue Stelle für die Verbreitung der Dellwarzen am Körper des bereits infizierten Kindes gefunden. Nicht jedes Kind, dass mit einem von Dellwarzen betroffenen zusammenkommt, erkrankt ebenso an den ungeliebten Warzen. Ist ein Immunsystem besonders stark, werden die Viren abgetötet bevor sie sich festsetzen können.

Viele Menschen haben Zeit ihres Lebens keine einzige Warze, andere wiederum sind stark davon betroffen. Da das Immunsystem bei Kindern und Jugendlichen noch nicht komplett ausgereift ist, sind sie am anfälligsten. Die „besten“ Orte für eine Infektion sind Schwimmbäder, das eigene Zuhause und oft auch Kindergärten.

Das Poxvirus mollusci zählt zur Gruppe der Poxviren die auch die echten Pocken auslösen. Dabei handelt es sich um winzig kleine Quaderviren, welche weltweit, vermehrt allerdings auf den Inseln im pazifischen Ozean, vorkommen.


Symptome und Verlauf

Hat man sich mit Dellwarzen infiziert, treten etwa zwei bis maximal sieben Wochen nach der Ansteckung die ersten Symptome auf. Die Dellwarzen sind stecknadel- bis erbsengroß und gekennzeichnet durch hellrosa bis weißliche Papeln. Mittig ist jede einzelne Warze nach innen eingedellt (gewölbt). Drückt man die Warze zusammen, tritt ein weißer Brei aus.

Die Dellwarzen können allein oder in Gruppen auftreten. Betroffene Körperregionen sind das Gesäß, die Genitalregion, das Gesicht, der Hals, die Augenlider, die Achselregion und die seitliche Brustwand. Leidet ein Patient an Neurodermitis, ist die weitere Übertragungsgefahr am eigenen Körper besonders hoch.

In der Regel verschwinden die Dellwarzen nach etwa einem halben/dreiviertel Jahr von selbst. Somit ist die Prognose durchaus positiv. Doch es kommt relativ oft zu Rückfällen.


Wie kann man Dellwarzen behandeln?

Aufgrund ihrer besonderen Form, können Dellwarzen schnell richtig diagnostiziert werden. Allerdings ist es wichtig, andere Erkrankungen wie beispielsweise gewöhnliche Warzen oder Fettablagerungen der Haut auszuschließen. Diese sind den Dellwarzen im Anfangsstadium doch sehr ähnlich.

Durch eine Biopsie (Untersuchung einer Gewebeprobe der Haut) kann die Diagnose im Zweifelsfall richtig bestimmt werden. Ist die Diagnose Dellwarzen gestellt, gibt es verschiedenen Möglichkeiten der Behandlung. Zu allererst sei gesagt, die Dellwarzen bilden sich bei den meisten Betroffenen spontan zurück.

Ist das nicht der Fall oder möchte man die Heilung forcieren, kann die Behandlung wie folgt aussehen:
  • eine örtliche Behandlung durch Lösungen, Cremes, etc. - Ziel ist eine Entzündungsreaktion, damit die Immunzellen im Körper die Viren erkennen und vernichten

  • eine Kyrotherapie (Vereisung) – eventuell könne Hautfärbungen zurückbleiben

  • eine chirurgische Entfernung, wird teilweise oft und erfolgreich angewendet - Laser, Aushebeln, Kurretage

  • eine Therapie mit Naturheilmitteln, gute Erfolge durch die innere Stärkung des Immunsystems – beispielsweise Homöopathie, pflanzliche Präparate wie Teebaumöl

  • eine Suggestivtherpie (nicht wissenschaftlich dokumentiert) – dabei handelt es sich um volkstümliche Überlieferungen, wie denn eine Warze zu heilen sein könnte (Beispiel mit Urin, Schneckensaft), funktioniert eben suggestiv (Glaube daran), ist aber bei Dellwarzen eher nicht erfolgreich.

Es ist sinnvoll einen Arzt zu konsultieren. Auch wenn man auf die Selbstheilung vertraut, kann der Kinderarzt das entsprechend überwachen und unterstützen. Das Problem ist, dass es eher widersprüchliche wissenschaftliche Studien hinsichtlich der Dellwarzen-Heilung gibt, diese sind keine wirkliche Hilfe bei der Therapiewahl.


Was kann man für die Heilung selbst tun?

Die Eltern könne tatsächlich sehr viel tun. In erster Linie ist es gut, den Viren das „Leben“ durch hygienische Maßnahmen so schwer wie möglich zu machen, das heißt:
  • das betroffene Kind badet allein

  • das betroffene Kind verwendet seine eigenen Handtücher die oft gewechselt werden

  • kratzt sich das betroffenen Kind, sind die Nägel sofort zu desinfizieren

  • das betroffene Kind wird angehalten, die Warzen nie mit den Fingernägeln abzukratzen

  • die betroffenen Warzenstellen des Kindes kommen nie in engen Kontakt mit anderen Familienmitgliedern oder auch Freunden, etc.

Ein Arzt unterstützt die Eltern bei allen Fragen punkto Selbsthilfe.


Kann man den Dellwarzen vorbeugen?

Eine richtige Vorbeugung ist kaum bis gar nicht möglich, zu schnell kann sich ein Kind mit Dellwarzen infizieren. Wenn man weiß, dass ein Kind ein schwaches Immunsystem hat, ist es sinnvoll, besonders auf die Hygiene der Haut zu achten. Kinder mit Neurodermitis zählen zu den anfälligsten Gruppen.


Infos

Gute Broschüren zum Thema haben Dermatologen aufliegen. Auch das Internet bietet viele interessante, informative Beiträge und Portale zum Thema Dellwarzen. Dellwarzen treten vor allem bei Kindern auf. Sie sind klein (rund 1 bis 3 mm) und in ihrem Zentrum eingedellt. Dellwarzen sind ungefährlich, ansteckend und sie können durch verschiedene Methoden entfernt werden, meist heilen sie aber von selbst wieder ab.
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