Krebserkrankungen des Dickdarms nennt man auch Kolonkarzinom oder kolorektales Karzinom. Die Krebserkrankung entsteht zumeist im Dickdarm (Kolon) und im Mastdarm (Rektum). Die ersten Anzeichen für einen Darmkrebs können Blut im Stuhl oder Stuhlunregelmäßigkeiten sein. Wird ein Darmkrebs früh erkannt, sind die Heilungschancen gut – darum gibt es Vorsorgeuntersuchungen wie Schnelltests.
Was ist Darmkrebs?
Anatomisch wird der Darm in Dünndarm, Dickdarm und Analbereich unterteilt. An sich kann sich ein Darmkrebs in jedem Darmbereich entwickeln, hauptsächlich entsteht die Krankheit jedoch im Mastdarm (Enddarm, Rektum) oder im Dickdarm (Kolon).
Die bösartigen Tumore entwickeln sich in der Regel aus der Darmschleimhaut. Darmkrebs ist nach dem Lungenkrebs die häufigste Krebserkrankung, das Risiko zu erkranken steigt mit dem Ansteigen des Lebensalters.
Die Ursachen für Darmkrebs
In erste Linie zählen chronische Darmerkrankungen zu den Ursachen an einem Darmkrebs zu erkranken. Das können beispielsweise eine Colitis ulcerosa oder ein Morbus Crohn sein.
Die Beschwerden von dauerhaften Darmerkrankungen zeigen sich durch ständige Durchfälle, oftmalige Stuhlgänge oder Blut im Stuhl.
Das Risiko an einem Darmkrebs zu erkranken ist bei der Colitis ulcerosa 4 – 7 mal höher als bei gesunden Menschen, beim Morbus Crohn ist das Erkrankungsrisiko sogar noch höher – dauert die Darmerkrankung 25 Jahre an, liegt das Erkrankungsrisiko bei etwa 40%.
Auch eine falsche Ernährung - beispielsweise zu fettreich und zu wenig Ballaststoffe, zu viel Salz, zu viel Gepökeltes oder Geräuchertes - begünstigt das Risiko an Darmkrebs zu erkranken.
Außerdem erhöhen falsche Lebensgewohnheiten wie Bewegungsmangel, Rauchen oder Übergewicht, den Risikofaktor.
Die Symptome bei Darmkrebs
Folgende Symptome können sich bei einem Darmkrebs bemerkbar machen:
- Blut im Stuhl
- Durchfall und Verstopfung wechseln sich ab
- Krämpfe im Darm
- Die Stuhlgewohnheiten ändern sich
- Es treten Schmerzen auf
- Es kommt zu vermehrten Blähungen, dabei kann auch Stuhl ungewollt abgehen
- Gewichtsreduktion (ungewollt), kein Appetit, Antriebslosigkeit und Müdigkeit
- Im Bauchraum sind Verhärtungen spürbar
Die Symptome zeigen sich oft erst in einem bereits fortgeschrittene Stadium des Darmkrebses. Zu Blut im Stuhl kommt es recht früh bei der Erkrankung, darum ist auch umgehend ein Arzt aufzusuchen.
Die Behandlung von Darmkrebs
Behandlung: Operation, Strahlen- und/oder Chemotherapie, Wärmetherapie, Lasertherapie, Ernährungsplan
Die Therapie bei einem Darmkrebs hat in erster Linie das Ziel, den Tumor vollständig zu entfernen. Metastasen müssen ebenfalls entfernt werden.
Weiters kommen Strahlentherapien oder Chemotherapien, entweder vor der OP (um den Tumor zu verkleinern) oder nachher (um alle Krebszellen abzutöten) zum Einsatz.
Die Chemotherapie kann besonders bei einem fortgeschrittenem Stadium die Lebensqualität verbessern, Schmerzen lindern und die Lebenserwartung allgemein verlängern.
Die neuen Medikamente bei einer Chemotherapie verhelfen zu guten Erfolgen, allerdings treten nach wie vor unerwünschte Nebenwirkungen auf.
Weitere Behandlungsmaßnahmen bei Darmkrebs sind die Wärme- und die Lasertherapie.
Auch die Ernährung spielt eine wichtige Rolle während und nach der Therapie bei Darmkrebs.
Spezielle, individuelle Ernährungspläne, die mit den behandelnden Ärzten besprochen werden, sind einzuhalten.
Wie bei allen Krebsarten gilt auch bei Darmkrebs: Je früher er diagnostiziert und damit therapiert werden kann, desto besser stehen die Heilungschancen. Eine intensive Nachsorge mit Kontrolluntersuchungen ist wichtig.
Kann man Darmkrebs vorbeugen?
Dem Darmkrebs kann durch regelmäßige, ab dem 50. Lebensjahr stattfindenden Vorsorgeuntersuchungen vorgebeugt werden. Eine gesunde Lebensweise ist außerdem eine effektive und wichtige Vorsorge.
So ist Übergewicht zu vermeiden. Körperliche Bewegung, kein Nikotin und eine ballaststoff- und vitaminreiche Ernährung tragen nicht nur zur Vorsorge gegen Darmkrebs bei, auch bei vielen anderen Erkrankungen – Krebserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, etc. - ist eine gesunde Art zu Leben die beste Vorbeugungsmaßnahme.
Weitere Informationen zu Darmkrebs
Manche Patienten müssen während einer Darmkrebsbehandlung einen künstlichen Darmausgang bekommen. Das ist physisch wie psychisch nicht einfach. Hilfestellungen und kompetente Beratungen erhalten Betroffene in allen Spitälern, speziellen Beratungsstellen, bei Physiotherapeuten und natürlich allen Ärzten.
Gute Lektüre zur Früherkennung, Behandlung und Nachsorge von Darmkrebs bietet der Buchhandel.
Auch die Unterstützung für die Angehörigen ist wichtig, darum gibt es zu diesem Thema zahlreiche Hilfestellungen an oben genannten Stellen.