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Brustkrebs

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, selten erkranken auch Männer an einem Brustkrebs. Je früher eine Brustkrebserkrankung, ein sogenanntes Mammakarzinom, erkannt wird, desto besser stehen die Heilungschancen. Darum ist es wichtig, regelmäßige Selbstkontrollen und auch medizinische Untersuchungen wie eine Mammografie durchführen zu lassen.


Was ist Brustkrebs?

Bei Brustkrebs (Mammakarzinom) handelt es sich um eine bösartige Tumorerkrankung der Brustdrüse. In den westlichen Industrieländern ist Brustkrebs die am häufigsten auftretende Krebserkrankung bei Frauen, das Risiko, daran zu erkranken liegt bei etwa 12%.

Zumeist befindet sich das Mammakarzinom im oberen, äußeren Teil der Brust. Rund ein Prozent der Brustkrebserkrankungen betreffen Männer. Die Behandlung erfolgt so wie bei den Frauen, doch haben Männer schlechtere Aussichten auf Heilung, weil der Brustkrebs zumeist spät diagnostiziert wird.


Die Ursachen für Brustkrebs

Die genauen Ursachen für die Entstehung eines Brustkrebs sind nicht bekannt, zumeist erkranken die Betroffenen spontan.


Zu den Risikofaktoren zählen:
  • Die proliferative Mastopathie (Vermehrung von Drüsenläppchen und Bindegewebe, erst gutartig) bekannter Risikofaktor

  • Mögliche Risikofaktoren sind Kinderlosigkeit oder eine späte Schwangerschaft, früher Beginn der Periode, spät einsetzende Menopause, fettes Essen auf Dauer, häufiger Kontakt mit Röntgenstrahlen, Alkohol und Nikotin, Einnehmen von Sexualhormonen

Die Antibabypille steigert das Brustkrebsrisiko nicht.

Auch die genetische Veranlagung ist ein Risiko, ebenso können Trägerinnen der Tumorgene BRCA-1, 2 und 3 an Brustkrebs erkranken.

Selbstuntersuchungen sind sehr wichtig, Frauen, die beispielsweise zu den Risikogruppen gehören, haben Anspruch auf halbjährliche Vorsorgeuntersuchungen.


Die Symptome bei Brustkrebs

Da ein Mammakarzinom im Anfangsstadium keine Beschwerden verursacht, ist es nur durch regelmäßiges Selbstabtasten möglich, Veränderungen der Brust zu erkennen.


Die Anzeichen für einen Brustkrebs können sein:
  • Verhärtungen oder Knoten in der Brust (die vorher nicht fühlbar waren)

  • Wenn sich die Haut oder die Brustwarze einzieht

  • Wenn die Brüste auf einmal unterschiedlich groß sind

  • Wenn die Brüste unterschiedlich aussehen, wenn man die Arme anhebt

  • Wenn aus der Brustwarze Flüssigkeiten austreten, die eitrig, blutig, wässrig oder Ähnliches sind

  • Wenn sich die Brustwarze oder die Brust plötzlich verändert, beispielsweise stark gerötet ist

  • Wenn sich Lymphknoten unter den Achselhöhlen ertasten lassen, die nicht durch eine andere Erkrankung bedingt sind

Zu all diesen Symptomen ist zu sagen: Tritt eines davon auf, heißt es nicht, dass Brustkrebs die Ursache ist. Doch sollte in jedem Fall eine medizinische Untersuchung der Brust erfolgen.


Die Behandlung von Brustkrebs

Behandlung: Operation, Chemo- und Strahlentherapie, Hormontherapie
Um die passende Therapie bei einem Brustkrebs anwenden zu können, sind einige Faktoren zu beachten. So richtet sich die Behandlung nach der Größe und/oder den geweblichen Eigenschaften des Tumors, dem Hormonrezepturstatus, eventuellen Metastasen und dem Menopausenstatus der Frau.


Mögliche Therapien können sein:
  • Die Operation (bis zur Radikaloperation, welche heute eher selten angewandt wird, der Wiederaufbau der Brust ist allerdings chirurgisch weit fortgeschritten.)

  • Die Strahlentherapie

  • Die adjuvante (beispielsweise nach einer OP) oder neoadjuvante (vor der OP, hat die Verkleinerung des Tumors zum Ziel) Chemotherapie

  • Die Hormontherapie

Nach der Therapie eines Mammakarzinoms ist eine intensive Nachsorge vonnöten, die anfangs zwischen drei und sechs Monaten regelmäßig erfolgt. Oft ist auch eine soziale und seelische Unterstützung für die Patientin wichtig.

Für die anschließende berufliche wie soziale Rehabilitation bieten psychosoziale Beratungsstellen oder die Krankenkassen Unterstützung.


Kann man Brustkrebs vorbeugen?

Vorgebeugt kann einem Brustkrebs nur bedingt werden. So ist es hilfreich, die eventuell auslösenden Ursachen wie Rauchen und Alkohol oder Übergewicht zu meiden. Hormonpräparate sollten nur unter strengster ärztlicher Kontrolle eingenommen werden.

Selbstuntersuchungen und medizinische Vorsorgeuntersuchungen wie die Mammografie sollten unbedingt stattfinden.

Durch die angebotenen medizinischen Vorsorgeuntersuchungen hoffen die Ärzte auf eine Früherkennung und damit eine Verringerung der Erkrankungen.


Weitere Informationen zum Thema Brustkrebs

Brustkrebs ist sehr weit verbreitet, darum haben sich viele Beratungsstellen gebildet, die betroffenen Frauen kompetent weiterhelfen können. Viele Informationen dazu erhält man im Internet.

Auch gute Bücher mit fundierten, aktuellen Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten, Nachsorge, seelischer Unterstützung und vielem mehr sowie sehr berührenden, biografischen Geschichten finden sich im Buchhandel.

Es ist wichtig, sofort bei Erkennen eines Symptoms, und sei es noch so „klein“, den Arzt zu konsultieren.


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