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Blutschwamm (Hämangiom)

Bei einem Blutschwamm (Hämangiom) handelt es sich um einen gutartigen Tumor. Dieser bildet sich, wenn sich Blutgefäße neu bilden oder wuchern. Ein Blutschwamm bildet sich an Stellen, wo Blutgefäße vorhanden sind wie auf der Haut, Schleimhaut, den Knochen oder der inneren Organe. Blutschwämme sind meist harmlos.


Was ist ein Blutschwamm (Hämangiom)?

Ein Blutschwamm oder Hämangiom entsteht, wenn sich Blutgefäße neu bilden oder wenn sie wuchern. Es handelt sich um einen gutartigen Tumor, der in sich in der Zellschicht (sog. Endothel) entwickelt, wo sich alle Blutgefäße bis hin zu den kleinsten Kapillaren (Aufzweigungen) befinden.


Unterschieden werden zwei Formen des Blutschwamms:

  • Das kapillare Hämangiom

  • Das kavernöse Hämangiom

Besteht nicht nur ein Blutschwamm, sondern mehrere gleichzeitig, spricht man von einer Hämangiomatose. Diese entsteht möglicherweise aufgrund einer embryonalen Fehlbildung.

Die Hämangiomatose ist ein Bestandteil seltener Systemerkrankungen wie dem Sturge-Weber Syndrom oder dem Hippel-Lindau-Syndrom und tritt mit anderen Missbildungen auf.

Ein Blutschwamm zählt zu den häufigsten gutartigen Tumoren im Säuglings- und frühen Kindesalter. Bei etwa 30% der Fälle besteht der Blutschwamm bereits bei der Geburt, ansonsten entwickelt sich das Hämangiom in den ersten Lebenswochen.


Die Ursachen für einen Blutschwamm (Hämangiom)

Die Ursachen für die Entstehung eines Blutschwamms sind unbekannt. Befinden sich die Hämangiome am ganzen Körper, wird jedoch von genetischen Faktoren ausgegangen.


Die Symptome bei einem Blutschwamm (Hämangiom)

Typische Merkmale für einen Blutschwamm der Haut oder Schleimhaut sind die bläulichen oder rötlichen Verfärbungen an der betroffenen Stelle. Die Flecken können unterschiedlich groß sein (wenige Millimeter bis mehrere Zentimeter). Als Beispiel sei das Feuermal genannt.
Beschwerden entstehen in der Regel keine.

Der Blutschwamm kann jedoch empfindlich auf Druck reagieren, wenn es sich beispielsweise unter der Achsel befindet.

Eine Entzündung kann entstehen, wenn es zur Reibung mit Kleidungsstücken oder anderen Körperteilen kommt. Ein Blutschwamm, der sehr groß ist und sich möglicherweise im Gesicht befindet, kann durchaus belastend sein.


Die Behandlung eines Blutschwamms (Hämangiom)

Prinzipiell ist bei einem Blutschwamm keine Therapie erforderlich, ein kavernöses Hämangiom bildet sich in der Regel bis zum 5. Lebensjahr selbständig zurück. Handelt es sich allerdings um Hämangiome, die sich im Gesicht oder Genitalbereich befinden und die rasch wachsen, sollten sie therapiert werden.

Zur Verfügung stehen die Lasertherapie oder die Kälteanwendung (Kryotherapie). Die Kryotherapie ist jedoch manchmal mit Schmerzen verbunden und Narben können bestehen bleiben. Es wird im Falle eines Blutschwamms versucht auf Operationen zu verzichten.

Vorbeugungsmaßnahmen gegen einen Blutschwamm sind keine bekannt.


Weitere Informationen zum Blutschwamm

Der beste Ratgeber im Falle eines Blutschwamms ist der Dermatologe. Da sich die meisten Hämangiome von selbst zurückbilden, ist eine Behandlung nicht erforderlich. Bei Blutschwämmen im Gesicht, die durchaus belastet sein können, ist der Arzt zurate zu ziehen.


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