Bei Alzheimer handelt es sich um die am häufigsten auftretende Form einer Demenz. Die Ursachen für eine Alzheimer Demenz sind weitestgehend ungeklärt, bekannt sind typische Proteinablagerungen im Gehirn. Der Verlauf von Alzheimer ist schleichend und endet mit einer völligen Pflegebedürftigkeit.
Was ist Alzheimer (Morbus Alzheimer)?
Eine Alzheimer-Erkrankung ist durch die zunehmende Abnahme von Nervenschaltungen (Synapsen) gekennzeichnet – dadurch schrumpfen die Gehirnzellen und normale Hirnfunktionen wie Gedächtnis oder Intelligenz, werden stark beeinträchtigt.
Ein Alzheimer Patient ist zunehmend in seinen alltäglichen Aufgaben eingeschränkt. Durch die heute steigende Lebenserwartung der Menschen liegt ein großes Interesse in der Forschung an der Alzheimer-Erkrankung. Denn Alzheimer kommt sehr häufig vor, ist bislang unheilbar und endet nach jahrelanger Erkrankung mit der Pflegebedürftigkeit des Patienten.
Die Ursachen für Alzheimer (Morbus Alzheimer)
Die Ursachen für die Alzheimer-Erkrankung sind nicht hinreichend geklärt. Die Krankheitsentstehung wird von vielen Faktoren wie Erbanlagen, bestimmte Grunderkrankungen oder Kopfverletzungen ausgelöst.
Die Nervenzellen im Gehirn schrumpfen, es kommt zum Verlust von Nervenkontakten – daraus resultiert der Gehirnschwund.
Im Gehirn eines Alzheimer-Erkrankten besteht ein Mangel an Botenstoffen, den sogenannten Neurotransmittern. Einer dieser Botenstoffe ist Acetylcholin welcher für die mögliche Konzentrationsstörung und Störungen des Gedächtnisses sowie der Aufmerksamkeit zuständig ist.
Wenn die Botenstoffe Serotonin oder Noradrenalin fehlen, ist die Folge Angst, Depression oder Unruhe.
Der Zelluntergang und die damit zusammenhängenden Proteinbildungen im Gehirn zeigen sich durch auffallende, fleckenförmige Ablagerungen. Selten sind genetisch bedingte Alzheimerfälle.
Mögliche Risikofaktoren für eine Alzheimer-Erkrankung können sein:
- Das Lebensalter
- Ein Schädel-Hirn-Trauma
- Alkohol und Nikotin
- Starkes Übergewicht
- Ein zu hoher Cholesterinspiegel
- Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
- Schilddrüsenunterfunktionen
- Bluthochdruck
- Das Down-Syndrom
Die Symptome von Alzheimer (Morbus Alzheimer)
Es werden drei Grade von Alzheimer unterschieden: die leichte, die mittelgradig-schwere und die schwere Demenz.
Anfangs ist es dem Betroffenen unmöglich, Neuinformationen zu behalten. Fremde Situationen sind schwierig zu meistern, mit der Zeit gilt das auch für vertraute Situationen. Schnell lässt das Kurzzeitgedächtnis nach.
Zum Verständnis: Ein altersvergesslicher Mensch vergisst (eventuell) die Herdplatte auszuschalten, der Alzheimer-Patient vergisst auch, dass er überhaupt kochen wollte.
Ein typisches Alzheimersymptom sind Wortverwechslungen und Wortfindungsstörungen, Bewegungsabläufe werden durcheinandergebracht. Ehemals vertraute Abläufe wie das Bedienen der Kaffeemaschine funktionieren nicht mehr.
Bei sehr fortgeschrittener Alzheimer-Erkrankung kommen Reflexe wie das Saugen aus frühester Kindheit zurück. Der Erkrankte erkennt seine Familie nicht mehr und auch organische Funktionen wie die Blasentätigkeit versagen zunehmend, der Gang des Patienten ist unsicher – schlussendlich kann der Betroffene nicht mehr kauen oder schlucken. In diesem Stadium kommt es zu vielen Todesfällen.
Die Behandlung von Alzheimer (Morbus Alzheimer)
Behandlung: Medikamente, sozio- und psychotherapeutische Therapien
Eine Heilung bei Alzheimer gibt es gegenwärtig nicht.
Je früher Alzheimer diagnostiziert wird, desto eher kann mit einer gezielten Therapie mit Medikamenten und sozio- psychotherapeutischen Maßnahmen begonnen werden.
Medikamentös werden sogenannte Antidementiva, Acetylcholineterase-Hemmer und Mementin eingesetzt.
Die Ergebnisse mit Ginkgo biloba-Präparaten sind widersprüchlich. Es wird aufgrund der vermehret auftretenden Erkrankungen und der gesellschaftlichen Auswirkung von Alzheimer intensiv an neuen Behandlungsmöglichkeiten geforscht.
Besonders wichtig sind für den Alzheimer-Patienten eine gute Betreuung und ein Umfeld, in dem er sich wohlfühlt. Weitere Bausteine der Behandlung stellen professionelle Milieu- und Selbsterhaltungstherapien und Gedächtnistraining dar.
Eine Alzheimer-Erkrankung verläuft in der Regel schleichend und über mehrere Jahre oder Jahrzehnte.
Kann man Alzheimer vorbeugen?
Gezielt kann Alzheimer nicht vorgebeugt werden, doch wenn Grunderkrankungen konsequent behandelt werden und auf Alkohol und Nikotin weitestgehend verzichtet wird, sowie lebenslange intellektuelle, geistige, soziale und körperliche Aktivitäten können demenzvorbeugend wirken.
Weitere Informationen zu Alzheimer
Die Anlaufstellen für Unterstützung und Information bieten Selbsthilfegruppen, Fachärzte und spezialisierte Gedächtniskliniken.
Besondere Unterstützung brauchen die pflegenden Angehörigen, dafür haben sich spezielle Beratungsstellen gebildet und gute Bücher helfen bei vielen Fragen weiter.
Internetforen zum Thema ermöglichen den unkomplizierten Austausch von Erfahrungen betroffener Angehöriger.