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Alkoholkrankheit

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Der Alkoholismus – die Alkoholkrankheit – ist eine allgemein bekannte und bereits gut untersuchte Suchtkrankheit. Alkoholismus ist die drittgrößte, durchaus vermeidbare, Todesursache. Der Alkoholmissbrauch hat schwere gesundheitliche Folgen, sowohl körperlich wie auch psychisch durch die Abhängigkeit und auch in sozialer Hinsicht.


Was ist eine Alkoholkrankheit?

Die Alkoholkrankheit ist weit verbreitet. Sie ist die folgenschwerste Suchtkrankheit und zählt zu den drittgrößten Todesursachen in unseren Breiten.

Doch nicht nur die direkten Folgen des Alkoholismus sind gravierend, auch die indirekten müssen erwähnt werden: Viele Tote im Verkehr durch Alkohol und viele Kinder, die durch Missbildungen geboren werden, weil die Mutter Alkoholikerin ist, gelten als indirekte Opfer.

Die Folgen von Alkoholismus sind schwere gesundheitliche Schäden und die psychischen wie sozialen Folgen durch die Abhängigkeit.

Die Alkoholkrankheit wird je nach Trinkverhalten unterteilt in:
  • Der Alphatrinker

  • Der Betatrinker

  • Der Gammatrinker

  • Der Deltatrinker

  • Der Epsilontrinker


Die Symptome der Alkoholkrankheit

Die Symptome der Alkoholkrankheit sind unterschiedlich und richten sich nach der Alkoholkonzentration im Blut, die von 0,5 (keine besonderen Auswirkungen) bis mehr als 5 (Betäubung, Koma, bis zum Tod) Promille reichen kann und dem jeweiligen Stadium des Trinkverhaltens.

Anfangs kommt es zur Gewöhnung des Körpers an die regelmäßige Alkoholzufuhr, die dann ständig gesteigert werden muss, um die bereits erreichte Rauschwirkung immer wieder erleben zu können.

Eine anhaltende, hohe Alkoholkonzentration wird vom Gehirn in der Folge als Normalzustand erkannt, ein Übergang von der psychischen zur physischen Abhängigkeit erfolgt fließend.

Die Entzugserscheinungen bei Entfallen der regelmäßigen Alkoholzufuhr reichen von Übelkeit, Unruhe und Zittern bis zu schweren Krampfanfällen, welche im schlimmsten Fall mit dem sogenannten Delirium Tremens (Zittern Übelkeit, Muskelzuckungen, Halluzinationen bis zum Koma) enden können.


Die Behandlung der Alkoholkrankheit

Behandlung: soziale und medizinische Therapie, Medikamente

Der Alkoholismus ist eine „anerkannte“ Erkrankung, die ohne medizinische und soziale Therapie nicht bewältigt werden kann. Ziel ist eine lebenslange Alkoholabstinenz.

Unterteilt wird die Behandlung in vier Schritte:
  • Der Kontaktphase: Der Alkoholkranke geht von sich aus zu diversen Beratungsstellen, informiert sich über Therapiemöglichkeiten, Dauer dieser Phase ein paar Tage bis zu vielen Monaten

  • Die Entgiftungs- Entzugsphase: Ist eine Entgiftung notwendig, kann diese stationär oder ambulant durchgeführt werden, die Einnahme von Medikamenten ist möglich, Dauer dieser Phase bis zu drei Wochen

  • Die Entwöhnungsphase: Die Behandlung wird nun durch psychotherapeutische oder soziotherapeutische Maßnahmen unterstützt, die Therapien können ambulant oder stationär und allein oder in der Gruppe stattfinden, Ziel ist das festigen der Abstinenz

  • Die Nachsorge: Während oder nach der Behandlung kann zu Selbsthilfegruppen Kontakt aufgenommen werden

Nur wenn der ehemalige Alkoholabhängige ein Leben lang psychisch betreut wird, ist eine andauernde Abstinenz gewährleistet.

Das Problem des Alkoholismus ist allerdings ein weiter reichendes – denn auch die Familie, Freunde oder dem Abhängigen nahestehende Personen brauchen viel Unterstützung (spezielle Beratungsstellen) und Energie.


Die gesundheitlichen Folgen des Alkoholismus

Prinzipiell sei erwähnt, dass auch Menschen, die nur gelegentlich größere Mengen Alkohol trinken, ihrem Körper damit Schaden zufügen.

Besonders die Leber wird durch den Alkoholabbau auf Dauer geschädigt: Leberverfettung, Leberschwellung bis zu Leberzirrhose ist die Folge. Bei Frauen ist die Leber mehr gefährdet, denn Hormone hemmen einen schnellen Alkoholabbau.

Weiters leidet das Gehirn unter erhöhten Alkoholkonzentrationen – Millionen von Gehirnzellen werden pro Alkoholrausch zerstört. Die Folge sind Gedächtnisprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten und später eine Minderung der Intelligenz sowie mögliche Demenz.

Es kann zu Entzündungen in verschiedenen Organen durch Alkoholeinnahme kommen, außerdem ist das Risiko an einem Rachen-, Mund-, Speiseröhren- oder Kehlkopfkrebs zu erkranken höher.

Außerdem verändern sich Alkoholiker in ihrer Persönlichkeit: Sie werden unter anderem oft aggressiv, unzuverlässig, depressiv und reizbar.


Weitere Informationen zur Alkoholkrankheit

Die Sucht Alkoholismus sollte nicht unterschätzt werden, Gesundheit und Persönlichkeit leiden darunter.

Hilfe anzunehmen ist oft schwer, doch sind die zahlreichen Beratungsstellen absolut kompetent und der Betroffene kann sich vertrauensvoll an diese Organisationen wenden.

Gute Literatur findet sich im Buchfachhandel, viele Tipps, Adressen und Ansprechpartner können einfach im Internet gefunden werden.


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