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AIDS und HIV- Infektion
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AIDS und HIV bedeuten nicht die gleiche Erkrankung. Eine HIV-Infektion – Humanes Immundefizienz-Virus – kann zu AIDS (erworbenes Immundefekt Syndrom) übergehen. Da AIDS auch heute noch nicht heilbar ist, sind Vorsichtsmaßnahmen (beispielsweise das Verwenden von Kondomen) wichtig, um die Ansteckung mit dem HI-Virus zu verhindern.
Am Ende der 1980er-Jahre wurde von den Medien eine neue, große Schreckensnachricht verbreitet. Die Krankheit AIDS und das HI-Virus füllten seitenweise die Boulevard-Blätter und auch seriöse Medien beschäftigten sich mit dieser neuen „Volksseuche“. Die Immunschwäche-Krankheit AIDS wurde zum Thema in allen Fernsehsendungen und auch in den Schulen bekam der Biologie-Unterricht ein neues Gesicht.
Was ist HIV?
Das HI-Virus verursacht eine Schwächung des menschlichen Immunsystems, das so allen Krankheiten hilflos ausgeliefert ist, da er die T-Helferzellen des Körpers umprogrammiert und sie anstelle von hilfreichen Fresszellen nur noch Viren produzieren. Diese befallen weitere T-Helferzellen, wodurch sich die Anzahl der Viren weiter erhöht. Zu diesem Zeitpunkt ist ein Mensch HIV positiv, was jedoch nicht heißt, dass spür- oder sichtbare Symptome einer Krankheit vorhanden sind.
Infektion bedeutet nicht gleich Symptome
Der menschliche Körper kann sich lange gegen die HI-Viren wehren, denn täglich werden neue T-Helferzellen produziert, die gesunde Zellen entstehen lassen können. In einigen Fällen können Menschen, die mit einem HI-Virus infiziert sind, mehr als 12 Jahre leben, ohne Symptome zu zeigen. Irgendwann kann der Körper allerdings nicht mehr ausreichend T-Helferzellen produzieren und alle Bakterien haben bedrohliche Auswirkungen, da sie sich rasant vermehren können. Ab diesem Zeitpunkt spricht man von einer Erkrankung an AIDS.
Risikogruppen und Fehlinformationen
Die erste Informationswelle zum Thema AIDS verunsicherte die Bevölkerung sehr, da vor allem die Risikogruppen herausgehoben wurden und man davon ausging, dass sich nur Homosexuelle, Bluter oder Heroinsüchtige anstecken können. Einige Male präsentierten die Schlagzeilen ein Medikament, das AIDS heilen sollte, und erst groß angelegte Aufklärungskampagnen konnten dazu beitragen, dass die gesamte Bevölkerung vermehrt Kondome beim Geschlechtsverkehr benutzte und sich über Ansteckungsgefahren informierte. Geschenkaktionen mit Kondomen und Aufklärungsbroschüren in den Innenstädten und Schulen trugen dazu bei, die Neu-Infektionen in Deutschland zu vermindern, und bereits Mitte der 1990er-Jahre wurde das Thema AIDS wieder aus den Schlagzeilen und Reportagen verdrängt, obwohl bis heute noch kein Heilmittel gefunden wurde.
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