Bei einer Lebensmittelvergiftung handelt es sich um eine Vergiftung durch verunreinigte, bakteriell verseuchte oder giftige Nahrungsmittel, die beim Essen aufgenommen werden. Je nach der Ursache der Lebensmittelvergiftung kommt es nach einem bestimmten Zeitraum zu Erbrechen, Übelkeit, Durchfall, Fieber und Bauchkrämpfen.
Die Arten von Lebensmittelvergiftungen
Es gibt verschiedene Arten von Lebensmittelvergiftungen.
Je nach Ursachen sind folgende Formen möglich:
- Bakteriengifte: Dies ist die häufigste Form der Lebensmittelvergiftung, auslösende Bakterien sind in der Hauptsache Staphylococcus aureus, seltener Bacillus cereus oder sehr selten Clostridium botulinum (sehr giftig, kann unter Umständen lebensgefährlich sein).
- Gifte wie Metalle: Besonders Metalle wie Blei, Kupfer oder Zink können Lebensmittelvergiftungen auslösen.
- Pilze: Giftige Pilze können ebenso zu Lebensmittelvergiftungen führen.
Nicht zu den Lebensmittelvergiftungen im eigentlichen Sinn zählen die meisten infektiösen Durchfallerkrankungen, beispielsweise ausgelöst durch Salmonellen.
Im Grunde kann jedes Nahrungsmittel von Bakterien befallen sein, aufpassen sollte man jedoch vor allem bei Ei- und Milchprodukten sowie Fleisch und Geflügel. Bakterien des Clostridium-Stammes befinden sich hauptsächlich in verdorbenen Konserven.
Die Symptome einer Lebensmittelvergiftung
Nach einer bestimmten Zeit, zwischen 1 und 16 Stunden, treten die typischen Symptome auf wie:
- Erbrechen
- Übelkeit
- Durchfall
- Bauchkrämpfe
- Selten Fieber
Die gefährliche Vergiftung mit dem Bakterium Clostridium botulinum, enthalten möglicherweise in Lebensmitteln wie Konservendosen (schlecht sterilisiert), geräuchertem und gepökeltem Fleisch (ungenügend behandelt) oder Eingemachtem (zu wenig gekocht), tritt mit folgenden Symptomen auf:
- Sehstörungen, Doppelbilder etc.
- Störungen beim Schlucken, Mundtrockenheit
- Störungen beim Sprechen
- Kein Harnabgang
- Störungen der Atmung bis zu lebensbedrohlichen Atemlähmungen
Die Behandlung von Lebensmittelvergiftungen
Behandlung: ausreichend Flüssigkeit, spezielle Botulismusvergiftungs-Behandlung (meist stationär)
Da die meisten Lebensvergiftungen mit Durchfall und Erbrechen einhergehen, ist es wichtig, genügend Flüssigkeit (Elektrolytepulver sind in Apotheken erhältlich) zu sich zu nehmen.
In der Regel gehen einfache Vergiftungen nach ein, zwei Tagen zurück - dauern die Symptome länger an oder sind sehr schwer und es tritt Fieber auf, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.
Treten oben genannte neurologische Symptome auf, besteht der Verdacht auf eine Botulismusvergiftung, es gilt - sofort zum Arzt!
Die Behandlung einer Botulismusvergiftung erfolgt in der Regel durch eine schnelle Darm- und Magenentleerung.
Als Gegenmittel kann Physostigmin oder ein polyvalentes Botulismus-Antitoxin verabreicht werden. In manchen Fällen ist künstliche Beatmung nötig, die Behandlung erfolgt weiters symptomatisch. Antibiotika helfen nicht.
Wichtig: Eine Botulismusvergiftung muss umgehend behandelt werden, sie kann unbehandelt zum Tod führen.
Kann man Lebensmittelvergiftungen vorbeugen?
Die effizienteste Vorbeugung ist Hygiene, beispielsweise Hände waschen sowohl im Umgang mit rohen Lebensmitteln als auch vor dem Kochen, und die richtige Zubereitung der Lebensmittel sowie das Achten beim Einkaufen auf Verfallsdatum oder die ununterbrochene Kühlkette.
Faschiertes Fleisch sollte möglichst am Tag des Kaufs verarbeitet werden. Überhaupt ist es wichtig, leicht verderbliche Lebensmittel so schnell wie möglich zu verwerten.
Wenn Lebensmittel nicht mehr einwandfrei erscheinen, besser wegwerfen. Besondere Vorsicht ist geboten bei Konservendosen oder anderen luftdichten Verpackungen (gepökeltes Fleisch, Geräuchertes, etc.), wenn diese sich nach außen wölben.
Weitere Informationen zu Lebensmittelvergiftungen
Lebensmittelvergiftungen sollten durchaus ernst genommen werden. Bei länger anhaltenden Symptomen wie Erbrechen und Durchfall ist ein Arzt aufzusuchen.
Wenn neurologische Symptome nach dem Verzehr einer Speise auftreten, ist es empfehlenswert einen Notarzt zu rufen oder gegebenenfalls unverzüglich ein Krankenhaus aufzusuchen.