Demenz ist ein Überbegriff für eine große Gruppe verschiedenartiger Erkrankungen, wo die Denkfähigkeit und das Gedächtnis abnehmen. Es sind mehrere intellektuelle und geistige Bereiche bei einer Demenz betroffen wie Urteils- und Lernfähigkeit oder die Orientierung. Betroffene Menschen sind durch eine Demenz erheblich in ihrem Alltagsleben eingeschränkt.
Was ist eine Demenz?
Demenz steht für viele, ungleichartige Erkrankungen, wo die Denkfähigkeit und das Gedächtnis abnehmen. Das Entscheidende ist, dass es gleichzeitig mehrere intellektuelle und geistige Bereiche betrifft und der Erkrankte dadurch in seinen alltäglichen Aktivitäten beispielsweise durch Orientierungslosigkeit oder Urteils- und Lernunfähigkeit eingeschränkt ist.
Eine Demenz zählt zu den folgenschwersten Krankheiten im Alter. Da heute die Lebenserwartung um einiges höher ist, haben Demenzerkrankungen für die Gesellschaft einen bedeutungsvollen Stellenwert.
Vorwiegend tritt eine Demenz im hohen Lebensalter auf, sehr selten sind bereits junge Menschen davon betroffen. Bei Menschen über 90 Jahre ist zumindest jeder Dritte von einer Demenz betroffen.
Die Ursachen für eine Demenz
Demenzen haben unterschiedliche Ursachen. Sehr häufig (zwischen 60 und 70% aller Fälle) tritt die sogenannte Alzheimer-Demenz auf, seltener (rd. 10 bis 20% aller Fälle) ist die vaskuläre (gefäßbedingte) Demenz.
Unter die vaskuläre Demenz fällt auch der
Schlaganfall oder die Arteriosklerose, es sind allerdings auch Mischformen der beiden Demenzarten bekannt.
Weiters gibt es die sogenannte Pick-Krankheit – Nervenzellen im Schläfen- und Stirnlappen gehen zugrunde.
Selten kommt es vor, dass sich eine Demenz zurückentwickelt (reversible Form).
Die Ursachen hierfür können sein:
- Eine Vergiftung mit Drogen
- Infektionen wie AIDS oder die Creutzfeld-Jakob-Krankheit
- Bestimmte Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Schilddrüsenstörungen
- Ein Sauerstoffmangel im Gehirn oder raumfordernde Prozesse im Gehirn wie ein Normaldruck-Wasserkopf
- Im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen wie Parkinson oder Depressionen
Familiäre Zusammenhänge als Ursache sind äußerst selten.
Die Symptome bei einer Demenz
Die Symptome einer Demenz äußern sich unterschiedlich und reichen von Nachlassen des Erinnerungsvermögens bis zum Vergessen von früher Erlerntem und Vertrautem im Spätstadium der Krankheit.
Es können Orientierungslosigkeit, Sprachstörungen und Störungen der Auffassung sowie Gefühlskontrolle hinzukommen.
Weiters ändert sich das Verhalten des Betroffenen, es kann zu Weinanfällen oder Wutausbrüchen kommen.
Körperliche Anzeichen wie Verstopfung oder eine Blasenschwäche zeigen sich erst in den Spätstadien der Demenz.
Die Symptome können für die betreuenden Personen und Angehörigen, speziell in den späteren Stadien der Erkrankung, oft sehr belastend sein.
Die Behandlung einer Demenz
Behandlung: Medikamente, sozio- und psychotherapeutische Maßnahmen
Demenzerkrankungen werden in schwere, mittelgradig schwere und leichte Grade eingeteilt. Zumeist sind Demenzen nicht heilbar, können aber, sofern die Behandlung im Frühstadium beginnt, positiv beeinflusst und durch die entsprechende medikamentöse Therapie verzögert werden.
Wichtig während er Therapie sind sozio- und psychotherapeutische Maßnahmen, welche nicht nur für den Patienten wichtig sind, sondern auch für dessen pflegende Angehörige.
Durch eine Früherkennung der Demenz ist der Betroffenen in der Lage, seine Mündigkeit länger zu behalten. Denn wenn die Gedächtnisleistungen zunehmend nachlassen, werden die Patienten entscheidungsunfähig.
Besteht der Verdacht auf eine Demenz, ist also unverzüglich ein Hausarzt oder Neurologe aufzusuchen. Der Verlauf einer Demenz ist individuell verschieden.
Kann man einer Demenz vorbeugen?
Die meisten Ursachen für die Entwicklung einer Demenz-Erkrankung sind noch nicht bekannt, darum ist gezieltes vorbeugen unmöglich.
Allerdings kann eine vaskuläre Demenz von Grunderkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes mellitus, sowie aufgrund zu hohem Alkohol- und Nikotinkonsum ausgelöst werden.
Grunderkrankungen sollten also konsequent behandelt werden, ein Verzicht auf Alkohol oder Nikotin ist allgemein zu empfehlen.
Weitere Informationen zur Demenz
In Selbsthilfegruppen und speziellen Beratungsstellen bekommen Betroffene und Angehörige viele wichtige Hilfestellungen, von gesundheitlichen bis rechtlichen Aspekten.
Einige Bücher behandeln speziell das Thema Demenz und informieren über den Umgang mit den Erkrankten, welche Unterstützungen den Pflegenden zuteilwerden und vielem mehr.
Besonders wichtig ist es, dass sich die Angehörigen, die in den meisten Fällen den dementen Menschen pflegen, gut informiert sind.