Viele plagen sich mit Übergewicht und müssen abnehmen. Doch auch untergewichtige Menschen gibt es, die gerne gesund zunehmen möchten. Die Ursachen für Untergewicht sind vielfältig und reichen von sogenannten „schlechten Futterverwertern“ bis zu Erkrankungen wie Schilddrüsenüberfunktionen oder Lebensmittelunverträglichkeiten.
Wann spricht man von Untergewicht?

Das Körpergewicht eines Menschen wird anhand des sogenannten BMI bewertet. Ist der BMI-Wert niedrig, handelt es sich um Untergewicht. Berechnet wird der BMI aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Meter zum Quadrat.
Rechnungsbeispiel: Die Person ist 1,70 m groß und wiegt 50 kg. Es wird nun 50 geteilt durch 1,70² was einen BMI-Wert von 17,3 ergibt. In dem Fall handelt es sich um Untergewicht, denn ein BMI von weniger als 18,5 ist laut WHO als Untergewicht definiert.
Die richtige Ernährung bei Untergewicht
In erster Linie muss ein Ernährungsplan individuell sein, denn nicht alle untergewichtigen Personen sind auch magersüchtig oder leiden an einer Stoffwechselerkrankung oder Lebensmittelunverträglichkeiten.
Bei stark untergewichtigen Personen, die an Bulimie leiden, muss oft anfangs eine künstliche Ernährung stattfinden, dann kann erst Schritt für Schritt mit einer gesunden Ernährung unter Beobachtung begonnen werden.
Bei anderen Erkrankungen, die nicht psychischer Natur sind, erstellt der Arzt den individuellen Ernährungsplan, oft mit Unterstützung eines Ernährungsberaters.
Unsere Tipps gelten für Menschen mit einem zu niedrigen BMI, die gesund sind:
Die Mahlzeiten, bestehend aus gesunden und energiereichen Lebensmitteln, sollten am besten über den ganzen Tag verteilt werden und zahlreich sein. Gesüßt sollten die Speisen idealerweise mit Traubenzucker werden.
Gut sind Milch und Milchprodukte mit hohem Fettgehalt, beispielsweise Joghurt mit mindestens 3,5% Fett und Käse ab 45% Fettgehalt in der Trockenmasse. Als Fischsorten werden fette Fische wie Aal, Makrele oder Lachs empfohlen.
Ungesättigte Fettsäuren sind wichtig, am besten nimmt man sie hochwertigen Ölen oder Diätmargarine zu sich, denn diese Lebensmittel sind gesünder als Sahne oder Butter.
Unterstützend können eventuell Energie- oder Eiweißkonzentrate eingenommen werden, erhältlich in Apotheken oder Reformhäusern.
Das Trinken wichtig ist, wissen wir. Wer zunehmen möchte, sollte aber nicht nur Wasser oder Tee trinken. Empfehlenswert sind zudem Obst- und Gemüsesäfte ebenso wie Milch oder Sojamilch.
Ernährung bei Untergewicht: Zusammenfassung
- Gesunde und kalorienhaltige Nahrungsmittel essen
- Öfter Getreidespeisen, insbesondere Vollkorngetreidegerichte, verzehren
- Optimale Zwischengerichte sind Trockenfrüchte wie Aprikosen oder Datteln
- Es sollte ausreichend Fett zugeführt werden, am besten pflanzliche Fette, Oliven- oder Rapsöl zum Kochen verwenden
- Nüsse essen, auch über Joghurt streuen oder den Salat
- Fetten Fisch und Milchprodukte essen
Bewegung ist ebenso wichtig
Um die erhöhte Kalorienzufuhr gut verarbeiten zu können, ist es sinnvoll, Krafttraining zu machen. So wird kein Fett angesetzt, sondern Muskelmasse aufgebaut.
Weitere Informationen zur Ernährung bei Untergewicht
Der beste Ansprechpartner um mit einem optimalen, individuellen Ernährungsplan an Gewicht zuzunehmen, ist ein Ernährungsberater.
Viele Tipps hält das Internet bereit, beispielsweise auch in Foren, wo sich Betroffenen austauschen können und auch Bücher zum Thema finden Interessierte im Buchfachhandel.
Ratsam ist es, bei starkem Untergewicht einen Arzt zu konsultieren, um eine eventuelle Erkrankung diagnostizieren und behandeln zu können.