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Ernährung bei Schlafstörungen

Nicht unwesentlich hängt die Aktivität des Organismus mit der Nahrungsaufnahme zusammen – manche Lebensmittel begünstigen den Schlaf, andere stören ihn. Bei Schlafstörungen können bestimmte Lebensmittel eingesetzt werden, die den Blutdruck und den Puls senken und den Stoffwechsel nur wenig ankurbeln.


Was hilft bei Schlafstörungen?

Ein voller Bauch ist für die Nachtruhe ebenso ungünstig wie ein leerer Magen. Somit ist nicht nur die Art der Speisen mit Bedacht zu wählen, auch die Menge spielt eine erhebliche Rolle. Weiters sollte eine Zeitspanne von zwei Stunden oder mehr zwischen der letzten Mahlzeit n der Bettruhe liegen. Blähende Kost ist zu vermeiden.


Tipps, um die positiven Effekte von Nahrungsmitteln bei Schlafstörungen zu nutzen:
  • Milch mit Honig: Das klassische Einschlafmittel hat tatsächlich eine beruhigende Wirkung auf den Körper. Die Erschlaffung der Muskulatur wird begünstigt, der nervlichen Anspannung positiv entgegengewirkt. Das Eiweiß in der Milch wirkt zusätzlich beruhigend. Wenn der Honigmilch Mandeln und Zimt zugefügt werden, wird die Produktion des Schlafhormons Melatonin gefördert.

  • Bier am Abend: Alkohol in Maßen macht den Menschen müde. Ein kleines Bier am Abend, nicht zu kalt getrunken, hat ob dem enthaltenen Hopfen eine beruhigende Wirkung.

  • Wein, insbesondere Rotwein: Die im Rotwein enthaltenen Inhaltsstoffe wie Phenole, Tannine oder Farbstoffe wirken neben dem Alkohol unterstützend gegen Anspannungen. Diese sind ja häufig Ursache für Schlafstörungen. Allerdings gilt: Nicht mehr als 200 ml Rotwein trinken. Der Weißwein ist im Gegensatz anregend und daher nicht wirklich schlaffördernd.

  • Tees: Die richtige Kräuterteemischung hat erstaunliche Auswirkungen auf den Schlaf. Die jahrhundertealte Pflanzenkunde weiß um die Wirkungsweisen der einzelnen Kräuter Bescheid, mittlerweile sind diese jedoch auch wissenschaftlich nachgewiesen. Besonders wirksam bei Schlafstörungen sind Kräutertees aus Baldrian, Melisse, Hopfen, Passionsblume, Lavendel, Kava und Johanniskraut.

  • Bananen: Die Banane beeinflusst die Neurotransmitter positiv, das enthaltene Trytophan trägt zur gesteigerten Produktion des körpereigenen Serotoninspiegels bei, die Stimmung wird aufgehellt, Spannungen gelöst – damit wird das Einschlafen erleichtert und die Schlafqualität gefördert. Tryptophan ist weiters in Sonnenblumen- und Cachewkernen enthalten.

  • Bestimmte Rituale: Hält man vor dem Schlafengehen bestimmte Rituale ein, wozu auch die Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel zählt, kann das den Schlaf fördern. Die Rituale, wie ein Spaziergang und danach die Tasse Milch mit Honig, verknüpft das Gehirn dann automatisch mit dem Schlafengehen.


Was ist bei Schlafstörungen zu vermeiden?

Genussmittel wie koffeinhaltige Getränke oder Nikotin sind zu meiden, da diese den Blutdruck und den Puls erhöhen. Auf ein großes Maß an Alkohol ist zu verzichten. Zwar bewirkt das anfänglich einen narkoseähnlichen Schlaf, der aber mit dem Alkoholabbau wieder nachlässt. Man muss nun erneut einschlafen.

Ebenso sollte man vor dem Einschlafen auf fett- oder zurückreiche Lebensmittel verzichten. Der Körper muss erheblich mehr arbeiten, der Stoffwechsel wird angekurbelt.

Auch Sekt und wie oben schon erwähnt Weißwein wirken eher anregend als einschläfernd und sind darum keine guten „Betthupferl“. Zudem enthalten diese Getränke viel Säure.

Auf Zitrusfrüchte knapp vor dem Zubettgehen sollte verzichtet werden, da die Fruchtsäure den Kreislauf stimuliert.

Dasselbe gilt für saure Lebensmittel, wie beispielsweise Essiggurken.
Zu üppige Mahlzeiten vor dem Schlafengehen sind ebenso ungünstig wie sich mit einem Hungergefühl ins Bett zu legen.


Weitere Informationen zur Ernährung bei Schlafstörungen

Gute Tipps wie alte Hausmittel und Teezubereitungen erhält man im Internet. Auch die Apotheken (eine Liste aller österreichischen Apotheken befindet sich auf unserem Gesundheitsportal) und Reformhäuser verfügen über fertige schlaffördernde Teemischungen. Die klassische Milch mit Honig ist nach wie vor ein wunderbarer Helfer beim Einschlafen.


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