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Ernährung bei Niereninsuffizienz

Wird bei der Ernährung bei Niereninsuffizienz darauf geachtet, Eiweiß auf einen Normalbedarf von rund 0,8 g auf 1 kg Normalkörpergewicht zu sich zu nehmen, kann das eine Verschlimmerung der Beschwerden oder den Beginn einer Dialysebehandlung und schlussendlich eine Transplantation verzögern. Die Konzentration der Substanzen, die über den Harn ausgeschieden werden müssen, kann verringert werden.


Die Ernährung bei Niereninsuffizienz

Es ist für Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz nicht einfach, die Ernährung richtig zu gestalten. Durch die beschränkende Eiweißzufuhr kann es zu einer Unterversorgung der notwendigen Aminosäuren kommen.

Die Nahrung muss auf das Stadium der Erkrankung angepasst werden und richtet sich nach den jeweiligen Laborwerten. Jedoch ist es möglich, durch eine angepasste Ernährung aktiven Einfluss auf den Verlauf der Erkrankung zu nehmen.


Allgemeine Empfehlungen für die Ernährung bei Niereninsuffizienz

In jedem Fall muss die Ernährung individuell mit dem Arzt und begleitend mit einem Ernährungsberater abgesprochen werden und sich stets nach den aktuellen Laborwerten richten. Unsere Tipps sind als allgemeine diätische Empfehlungen zu verstehen.

Eiweiß (Proteine): Je nach Schweregrad der Niereninsuffizienz ist das Nahrungseiweiß zu beschränken. Jedoch sollten 0,5g pro Kilogramm Körpergewicht nicht unterschritten werden. Ist die Niereninsuffizienz fortgeschritten, sollte die tägliche Eiweißzufuhr zwischen 40 und 60g liegen. Dazu eignen sich diätische Spezialprodukte (Bsp. eiweißarme Mehle, etc.) und hochwertige Proteingemische wie Kartoffeln und Ei oder Ei und Weizen.

Fette: Optimal ist eine ausreichende Fettzufuhr mit einfach ungesättigten Fettsäuren enthalten beispielsweise in Raps- oder Olivenöl und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die beispielsweise in Distel- oder Maiskeimöl enthalten sind.

Kohlehydrate: Zucker kann in normalen Mengen verwendet werden, Vorsicht ist bei kohlehydrathaltigen Produkten wie Teigwaren oder Brot geboten, diese enthalten auch Eiweiß. Bei einer fortgeschrittenen Erkrankung sind diese gegen eiweißarme Spezialprodukte zu tauschen.

Energiezufuhr: Diese ist wichtig, da der Körper bei einem Mangel das doch begrenzte Nahrungseiweiß heranzieht, was zu einem Anstieg von harnpflichtigen Substanzen im Blut führen kann. Empfohlen werden mindestens 35 bis 40 Kalorien pro Körperkilogramm am Tag. Dafür kann beispielsweise Traubenzucker oder spezielle diätische Lebensmittel verwendet werden. Durch die Zugabe von Diätmargarine ist eine Fettanreicherung der Speisen möglich. Besonders wichtig ist es, bei starken Gewichtsschwankungen sofort den Arzt aufzusuchen.

Flüssigkeit: Erst wenn sich der Patient im Endstadium der Krankheit befindet, lässt die Fähigkeit der Niere, Wasser auszuscheiden, nach. Bis dahin gilt es viel zu trinken – 2 bis 3 Liter Flüssigkeit sind erforderlich, um die harnpflichtigen Substanzen auszuschwemmen.

Natrium (Kochsalz): Salz moderat verwenden, bei Tisch am besten nicht nachsalzen. Jodiertes Speisesalz ist zu bevorzugen, der Salzverbrauch pro Tag sollte bei maximal 8g liegen. Keine Fertigprodukte wie Fertigsaucen verwenden.

Kalium: Bis zum fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung bleibt die Kaliumausscheidung weitestgehend normal. Ein zu hoher Kaliumspiegel im Blut ist jedoch mit hohen gesundheitlichen Risiken verbunden wie Herzrhythmusstörungen. Darum ist es sinnvoll, Speisen mit hohem Kaliumgehalt einzuschränken bzw. zu vermeiden, welche unter anderen sind: Tomatenmark, Spinat, Hülsenfrüchte, Dörrobst, Bananen, Obst- und Gemüsesäfte. Kochwasser von Gemüse und Kartoffeln sollte nicht weiter verwendet werden, bei Obstkonserven den Saft weglassen.

Phosphat/Phosphor: Wird eine eiweißarme Ernährung eingehalten, ernährt man sich gleichzeitig phosphatarm. 1000 mg Phosphat pro Tag sollten nicht überschritten werden, um dem Knochenstoffwechsel nicht zu schaden. Viel Phosphat ist beispielsweise enthalten in Nüssen, Schmelz- und Hartkäse, geräucherten Lebensmitteln, getrockneten Steinpilzen oder Colagetränken sowie Schokolade. In manchen Fällen werden vom Arzt Medikamente verschrieben, die die Photoaufnahme im Darm unterbinden.

Vitamine und Mineralstoffe: Da eine dauerhafte eiweiß- und phosphatarme Ernährung zu Mangelerscheinungen führen kann, sollte eine gezielte Substitution von Eisen, Calcium, Vitamin D, Zink, wasserlösliche Vitamine sowie Vitamine des B-Komplexes unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden.

Verstopfung: Oft entsteht im Endstadium der Niereninsuffizienz eine Verstopfung. Ballaststoffreiche Lebensmittel sollten die gesunde Darmtätigkeit anregen.


Weitere Informationen zur Ernährung bei Niereninsuffizienz

Menschen mit Niereninsuffizienz sind in ihrer Lebensqualität meist eingeschränkt. Neben der notwendigen Einnahme der Medikamente müssen sie genau auf ihre Ernährung achten.

Ärzte und Ernährungsberater helfen den Betroffenen bei der Zusammenstellung der richtigen Nahrung.

Beratungsstellen und das Internet bieten viele Tipps und alternative Mittel, in Internetforen können sich Betroffene austauschen.


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