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Ernährung bei Diabetes

In erster Linie sollten sich Diabetiker gesund und ausgewogen ernähren. In den meisten Fällen ist eine spezielle Diätkost nicht erforderlich. Sinnvoll ist es, Übergewicht zu reduzieren und auf eine fett- und kalorienreiche Nahrung zu verzichten sowie für ausreichend Bewegung zu sorgen.


Ernährung bei Diabetes mellitus Typ 1

Der Diabetes mellitus Typ 1 wird in den meisten Fällen erst festgestellt, wenn schon der Großteil der insulinproduzierenden Zellen zerstört ist, was bedeutet, der Patient muss dem Körper Insulin zuführen.

Das ist ein wichtiger Punkt in der Ernährung, denn die mit dem Essen aufgenommene Kohlehydratmenge muss mit dem zugeführten Insulin abgestimmt werden. Eine Hilfestellung sind dabei die sogenannten Broteinheiten (BE).

10 bis 12 Gramm Kohlehydrate (blutzuckersteigend) entsprechen etwa einer Broteinheit. Spezielle Tabellen, auf denen die Menge eines bestimmten Nahrungsmittels in Broteinheiten (BE) berechnet sind, erleichtern den Diabetikern das Berechnen der optimalen Nahrungsmenge.

Eine richtige Berechnung der Broteinheiten ist wichtig, da eine falsch berechnete Menge eines Nahrungsmittels eine falsche Insulinmenge zur Folge haben kann.

Zwar haben Wurst und Käse keine berechenbaren Broteinheiten, doch sollten Diabetiker in jedem Fall auf einen Verzehr von großen Mengen davon verzichten, das könnte sich auf das Körpergewicht auswirken.

Tipp: Wenn man die kohlehydratreichen Lebensmittel zuhause abwiegt, bekommt ein gutes Gefühl dafür, wie viel man essen darf und kann auch im Restaurant oder der Kantine die richtige Menge schnell einschätzen.


Ernährung bei Diabetes mellitus Typ 2

Personen mit Diabetes mellitus Typ 2 müssen im Allgemeinen keine besondere Diätkost einhalten. In erster Linie sollte eine gesunde, fettarme und ausgewogene Ernährung mit Vollwertkost im Vordergrund stehen.

Ion den meisten Fällen von Diabetes mellitus Typ 2 liegt die Ursache in Übergewicht begründet, daher ist die erste Empfehlung des behandelnden Arztes, das Übergewicht zu reduzieren.

Das gelingt zumeist mit der richtigen Ernährung uns Sport. Oft kann der Blutzuckerspiegel allein dadurch bereits wieder in den Griff bekommen werden.

Viele Patienten können nach einer erfolgten Ernährungsumstellung auf Medikamente verzichten oder die Dosierung erheblich verringern.


Allgemeine Ernährungstipps

Kohlehydrate braucht der Körper zur Energieversorgung. Daher sollten Lebensmittel die reich an Kohlehydraten sind und/oder zusätzlich viele ungesättigte Fettsäuren enthalten den Hauptanteil der täglichen Nahrung ausmachen.

Ein weiteres Plus sind Lebensmittel mit vielen Ballaststoffen wie Hülsenfrüchte, Gemüse, Obst und Getreideprodukt (Vollkornreis, Vollkornnudeln oder Vollkornbrot, etc.).

Optimal ist der Verzehr von fünf Portionen Gemüse und/oder Obst am Tag sowie mindestens viermal die Woche Hülsenfrüchte, Zucker sollte nur in geringen Mengen aufgenommen werden, Vorsicht ist geboten bei zuckerhaltigen Getränken.

Der Körper benötigt auch Fett, doch Fett ist nicht gleich Fett. So sind gesättigte Fettsäuren (Fleisch, Wurst, Sahne, Butter) oder Transfettsäuren (Fritiertem, Knabbergebäck und Chips) in begrenzten Maßen (max. 10% des Tagesbedarfs) zu empfehlen.

Auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren, wie in Olivenöl, sollten maximal 10 Prozent des Tagesfettbedarfes abdecken. Bis zu 20% des Fettanteils in der Nahrung können durch einfach gesättigte Fettsäuren, enthalten beispielsweise in Fischsorten wie Makrele oder Thunfisch oder in Ölen wie Raps- und Sojaöl sowie Nüssen gedeckt werden.

Es sollte nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin (enthalten in Speck, Eigelb, fettem Fleisch und Käse oder Sahne) mit der Nahrung aufgenommen werden.

Auch ein Zuviel an Eiweiß ist nicht zu empfehlen. Optimal sind in etwa 15%. Eiweiß ist beispielsweise in Milch und Milchprodukten, fettarmem Fleisch, Kartoffeln oder Getreideflocken enthalten.

Bei den Getränken sollte darauf geachtet werden, dass sie keinen Zucker oder Alkohol enthalten, davon kann ausreichend getrunken werden. Auch Getränke mit Süßstoff sind empfehlenswert. Vorsicht ist bei Fruchtsäften geboten, diese beinhalten häufig einen sehr hohen Zuckergehalt.
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