Fit und Gesund - Logo
  • Gelesen: 1.126
  • Artikel speichern
  • Artikel ausdrucken

Oberarmstraffung

Nicht nur das fortschreitende Alter sorgt für einen Elastizitätsverlust der Haut, auch extreme Gewichtsabnahmen oder genetische Ursachen können die Oberarme erschlaffen lassen. Wenn Sport, Kosmetik und eine gesunde Ernährung nicht mehr helfen, kann ein operativer Eingriff, die sogenannte Oberarmstraffung, Abhilfe schaffen.


Oberarmstraffung – Beratung und Behandlungsmethoden

In einem ausführlichen Beratungsgespräch werden zwischen Arzt und Patienten die wichtigen Faktoren der OP wie Möglichkeiten, Dauer des Eingriffs, Risiken und Kosten sowie das Wunschergebnis des Patienten besprochen. Der behandelnde Arzt sollte ein erfahrener plastischer Chirurg sein.

Die OP kann unter örtlicher Betäubung aber auch unter Vollnarkose stattfinden. Möglich ist auch eine damit kombinierte Fettabsaugung. Wo der Arzt den Schnitt ansetzt, zeichnet er vorher mit einem wasserlöslichen Marker an; die Schnitte verlaufen spindelförmig an der Oberarminnenseite, um eine beinahe Unsichtbarkeit der späteren Narben zu gewährleisten. Es werden überschüssige Haut und Gewebe entfernt, um ein harmonisches Gesamtbild zu erreichen. Eventuell kann auch in der Achselhöhle ein Schnitt gesetzt werden, um Haut und Gewebe zu entfernen. Danach werden die Schnitte vernäht und mit Wundauflagen und Pflastern versorgt, ein Drainageröhrchen sorgt für den ungehinderten Ablauf von Wundwasser und Blut.


Die Risiken einer Oberarmstraffung sowie Nebenwirkungen und Nachbehandlung

Ein noch während der OP angelegter Druckverband wirkt unterstützend auf das Gewebe und sorgt dafür, dass die Wundnähte zusammenbleiben. Es ist für eine bestimmte Zeit alles zu meiden, was Druck auf die operierten Körperpartien auslöst, wie Haushaltstätigkeiten oder schweres Tragen und auch Sport. Für eine optimale Wundheilung ist weiters der Verzicht auf Alkohol und Nikotin anzuraten.

Im behandelten Bereich können Blutungen, Schwellungen oder Rötungen sowie Blutergüsse und Schmerzen auftreten. Infektionen können wie bei allen Operationen auftreten, oft verordnen die behandelnden Ärzte prophylaktisch Antibiotika. Selten kommt es zum Durchtrennen von Nervenbahnen, was möglicherweise dauerhafte Taubheitsgefühle nach sich zieht. Spezifisch kann es bei einer Oberarmstraffung zu verletzten Lymphgefäßen kommen, das führt möglicherweise zum Austreten von Lymphwasser und damit stark geschwollenen Oberarmen.


Die Kosten einer Oberarmstraffung

Ein genauer Preis für die Oberarmstraffung kann erst bei einem individuellen Beratungsgespräch festgesetzt werden, denn viele Faktoren kommen zusammen. Die Kosten liegen in etwa in einem Rahmen von 2.500 bis 4.500 Euro. Bei schweren Fällen von Hautüberhang beispielsweise kann es zur Übernahme von Kosten/Teilkosten durch die Krankenkassen kommen. Dies bedarf eines medizinischen Gutachtens, eventuell auch eines psychologischen Befundes.


Oberarmstraffung – Fazit

Schlaffe Oberarme können, speziell bei Frauen, zu einem verminderten Körpergefühl und Selbstbewusstsein führen. Eine Oberarmstraffung ist ein Eingriff der plastischen Chirurgie mit Risiken und Nebenwirkungen. Die Wahl des Arztes sollte sich nicht nur nach seinen Referenzen richten, ein guter Chirurg muss auch einfühlsam und aufrichtig mit seinen Patienten umgehen. Zudem sollte er in der Lage sein, unrealistische Vorstellungen des Patienten behutsam ins rechte Licht zu rücken, damit eventuelle Enttäuschungen des Ergebnisses nach der OP von vornherein möglichst ausgeschlossen werden können.

Die Möglichkeiten eine OP im Ausland vornehmen zu lassen, sind gegeben, die Kosten meist niedriger. Doch auch wenn die hygienischen Standards in einigen Ländern durchaus positiv sind, darf nicht vergessen werden, dass es keine gesetzlichen Garantien und keine Absicherung gibt.


Weitere Informationen zur Oberarmstraffung

Ärzte (eine Liste aller Ärzte in Österreich kann auf unserer Website eingesehen werden) haben Kontaktadressen zu kompetenten Spezialisten. Die Wahl des Arztes für eine Oberarmstraffung sollte jedoch unbedingt mit Bedacht fallen, denn mögliche Komplikationen und Nebenwirkungen sind bei einem operativen Eingriff nie auszuschließen. Je erfahrener der Arzt, desto geringer die Risiken.


» alle Artikeln zu Körper an den Artikel-Anfang Artikel ausdrucken

ARTIKEL BEWERTEN:

Bewertung: Ø 2.1 / (9 Stimmen)

TEILEN & BOOKMARKS SETZEN

KOMMENTARE

noch kein Kommentar abgegeben.

KOMMENTAR SCHREIBEN

Schreiben Sie ein Kommentar als FitUndGesund User!
  Name
  Email-Adresse (*wird nicht veröffentlicht)
  Spam-Schutz (Summe von 2 + 2 eingeben)
LOGIN

ähnliche Themen
FitUndGesund - Newsletter