Fast alle Menschen sind von Muttermalen betroffen. Die meist harmlosen Melanocytenwucherungen treten im Gesicht oder am Körper auf und betreffen Frauen wie Männer. Wird der Mensch älter, verändern sich die Male, manche verschwinden, manche kommen hinzu. Muttermale können operativ oder durch Laser entfernt werden.
Muttermalentfernung – Beratung und Behandlungsmethoden
Vor einer Muttermalentfernung untersucht ein Dermatologe die Pigmentflecke auf eine mögliche Krebserkrankung. Wer zu vielen Muttermalen neigt, sollte sich abgesehen von einer Entfernung der Male regelmäßig untersuchen lassen.
Die Muttermale werden genau vermessen und eventuell auch fotografisch dokumentiert. Gibt der Dermatologe nach der Anamnese sein O.K. zur Entfernung, können die Muttermale mittels Laser oder operativ von einem empfohlenen Kollegen (Facharzt für Chirurgie oder Facharzt für plastische Chirurgie) oder manchmal auch von spezialisierten Dermatologen selbst entfernt werden. Eine Muttermalentfernung ist in der Regel ein eher unkomplizierter, kurzer Eingriff. So kann bereits nach zehn Minuten ein Muttermal herausgeschnitten und die Wunde versorgt sein. Ebenso dauert eine Laserbehandlung kaum länger, sodass es sich anbietet, bei mehreren verdächtigen Muttermalen mehrere gleichzeitig zu entfernen.
Operative Muttermalentfernung
Eine operative Muttermalentfernung findet in der Regel unter örtlicher Betäubung statt. Die Haut rund um das Muttermal wird vom Chirurgen getrennt und das Muttermal dann großzügig herausgeschnitten. Nicht nur die obersten Hautschichten werden dabei entfernt, oft schneidet der Chirurg auch darunter liegende pigmentierte Gewebeschichten heraus. Der Chirurg achtet auf eine narbenarme Schnittführung. Die Wunden werden versorgt und vernäht.
Laserentfernung von Muttermalen
Ein Laser darf nur bei vollkommen gesunder Haut eingesetzt werden. Schmerzen werden kaum verursacht, eine kühlende schmerzstillende Salbe reicht als Nachsorge. Der Laserstrahl verursacht quasi eine Zersprengung der Farbpigmente, eine künstliche Entzündung wird hervorgerufen. Die körpereigenen Fresszellen sorgen für den Abtransport der Überbleibsel. Das Ergebnis kann erst nach ein paar Tagen oder auch Wochen sichtbar werden.
Die Risiken einer Muttermalentfernung sowie Nebenwirkungen und Nachbehandlung
Sauna, Solarium und auch der Kontakt mit Wasser sind zumindest einen Tag nach der OP zu vermeiden. Schwellungen und eine gereizte Haut sind nach beiden Eingriffen normal. Sport ist anfangs zu meiden, auch Druck auf die behandelten Stellen.
Tritt nach einer Laserbehandlung Wundsekret aus, ist dies als eher harmlos einzustufen. Arbeitet ein Operateur nicht sachgemäß, können Taubheit, Missempfindungen oder ein Kribbeln auftreten, was auf durchtrennte Nervenbahnen zurückzuführen ist. Durch eine unsachgemäße Laserbehandlung können Verbrennungen oder Schädigungen des Gewebes die Folge sein. Allgemeine Risiken sind Infektionen oder Entzündungen, die bei beiden Behandlungsmethoden auftreten können, aber in den meisten Fällen gut behandelbar sind. Übermäßige Narbenbildung ist ein eher ästhetisches Ärgernis, kann aber vorkommen.
Die Kosten einer Muttermalentfernung
Die genauen Kosten für eine Muttermalentfernung können nicht spezifiziert werden, da ein Eingriff nach der Größe des Muttermals, dem Arbeitsaufwand und natürlich den entsprechenden Angeboten des Chirurgen berechnet wird.
Da es sich bei einer Muttermalentfernung in vielen Fällen um eine medizinische Indikation handelt aufgrund der Anamnese handelt, übernehmen die Krankenkassen die Kosten oder bezuschussen eine Behandlung. Allerdings wird oft zwischen Laser oder operativer Behandlung unterschieden, weshalb sich die Patienten gut erkundigen sollten.
Muttermalentfernung – Fazit
Keinesfalls sollten Muttermale bei Allgemeinmedizinern oder von KosmetikerInnen entfernt werden! Dies ist Sache der Dermatologen, plastischen Chirurgen oder Fachärzten für Chirurgie. Da die Krankenkassen die Kosten zumeist übernehmen bzw. bezuschussen, bieten sie auch eine Adressliste von erfahrenen Spezialisten an, wohin sich der Patient wenden kann. Nimmt ein erfahrener Arzt die Muttermalentfernung vor, sind die Risiken als eher gering einzustufen.
Weitere Informationen zur Muttermalentfernung
Bei allen Hautärzten (Dermatologen) bekommen die Patienten alles an Informationen, was nötig ist. In vielen Fällen kann auch der Dermatologe (eine Liste aller österreichischen Ärzte befindet sich auf unserer Website) die Muttermalentfernung vornehmen, ansonsten leitet er die Patienten zu kompetenten Kollegen weiter.