Fit und Gesund - Logo
  • Gelesen: 2.668
  • Artikel speichern
  • Artikel ausdrucken

Die Wechseljahre

Die Wechseljahre sind eine Lebensphase wie beispielsweise die Pubertät oder die Schwangerschaft, keine Krankheit. Die ersten Anzeichen können bereits in einem Alter von 40 Jahren auftauchen, Schlafstörungen und unregelmäßige Blutungen werden aber meist noch Überlastung und Stress im Leben zugeordnet.


Die Wechseljahre – Grundsätzliches

Oft werden frühe Anzeichen der Wechseljahre nicht als solche gesehen, Frau rechnet mit Anfang 40 noch nicht damit und schiebt die Beschwerden wie Schlafstörungen oder unregelmäßige Blutungen dem Stress zu.

Wenn eine Frau regelmäßig Hitzewallungen verspürt, dann ist sie schon mittendrin im Wechsel. Die Wechseljahre bedeuten: Frau verliert die Fähigkeit, schwanger zu werden, der monatliche Zyklus bildet sich zurück und entfällt. Die fruchtbaren Jahre sind dann vorbei. Die Wechseljahre können und sollten als ganz normale Lebensphase gesehen werden, nur dass die Hormonproduktion sich nun umgekehrt verhält, nämlich das der Östrogenspiegel deutlich sinkt.

Diese Umstellung zieht natürlich Beschwerden nach sich, wobei die von Frau zu Frau unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Das Aussetzen der monatlichen Blutung, Unregelmäßigkeiten des Zyklus, Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Schlafstörungen – alle diese Zeichen des Wechsels treten auf. Oft kann medizinische Hilfe unterstützend wirken, doch wie bei der Pubertät auch, sollte Frau sich dieser neuen Lebensphase und damit dem neuen Lebensabschnitt bewusst stellen und ihn selbstbestimmt durchleben.

Wie Frau ihren Wechsel in Angriff nimmt, ist individuell. So können Freundinnen der wichtigste Umgang sein, andere Frauen betreiben Sport oder wieder andere suchen Entspannung in Form von Meditation oder Ähnlichem.

In der Vergangenheit rieten die Ärzte den Frauen schnell zu einer Hormonbehandlung – doch die Bedenken dagegen sind berechtigt. Nicht nur Mediziner sind sich heute uneinig, ob das Verabreichen von Hormonen tatsächlich eine Linderung der Beschwerden verschafft, wenn, dann sind diese kurzfristig.

Will man symptomatisch gegen Hitzewallungen beispielsweise etwas unternehmen, dann kann durchaus mit natürlichen Pflanzenpräparaten geholfen werden. Doch ist auch bei Präparaten aus Pflanzen Vorsicht geboten, das Geschäft mit dem Wechsel bringt Produkte auf den Markt, die absolut keine erwünschte Wirkung zeigen und eventuell zusätzlich mit Hormonen versetzt sind. Immer am besten alles mit dem behandelnden Arzt absprechen, bevor Frau etwas einnimmt. Die Wechseljahre beginnen durchschnittlich zwischen dem 45. und dem 55. Lebensjahr, bei manchen Frauen früher, oft auch später. In etwa mit 58 Jahren ist der Wechsel der Frau vollzogen, die Beschwerden lassen nach.


Die Wechseljahre – wie Frau damit umgehen kann

Die besten Ergebnisse gegen Beschwerden im Wechsel konnten mit Ernährungsumstellung und Bewegung erzielt werden, Naturheilkunde, Selbsthilfe oder Psychotherapie können unterstützend eingesetzt werden.

Die Frau verändert sich im Wechsel auch äußerlich. Die Haut wird schlaffer, der Busen weicher, die Haare dünner. Die Libido kann gestört sein, auch vaginale Trockenheit ist ein typisches Symptom währen der Wechseljahre. Wie kann oder soll Frau mit all diesen Unannehmlichkeiten und körperlichen Veränderungen umgehen?

Frauengerecht, das bedeutet:

  • Die Wechseljahre sind eine natürliche Lebensphase, Frau wird älter, und das ist schön.

  • Am besten Frau schaut sich ihr bisheriges Leben an und bestimmt den weitern Verlauf, denn da liegt noch eine ganze Zeit schönen Lebens vor den Frauen nach dem Wechsel. Die Selbstverwirklichung sollte nicht übertrieben werden, jedoch ein Ziel zu haben, ist sehr positiv, ob beruflich oder privat ist einerlei.

  • Soziale Kontakte gehören gepflegt und Frau sollte tun, was ihr guttut – Sex haben, Zärtlichkeiten genießen, Reisen, Lesen, alles was ihr Spaß macht und das Leben bereichert und verschönert.

Die Wechseljahre – Fazit

Auch wenn die Wechseljahre mit Beschwerden einhergehen und ein paar Jahre anhalten, Frauen sollten diese Lebensphase als das annehmen, was sie nun einmal ist – eine Lebensphase, keine Krankheit. Symptomatisch gibt es gute Mittel auf pflanzlicher Basis, um gegen Hitzewallungen beispielsweise etwas zu tun. Von Hormonbehandlungen ist abzuraten, die Indikation hinsichtlich positiver Auswirkungen ist sehr umstritten. Der Wechsel von der fruchtbaren zur unfruchtbaren Frau kann auch seelisch belastend sein, psychotherapeutische Maßnahmen können helfen.


Weitere Informationen zu den Wechseljahren

Psychotherapeuten, Gynäkologen/Gynäkologinnen und Naturheilkundige sind die besten Anlaufstellen, wenn Frau in den Wechsel kommt. Der Wechsel ist keine Krankheit, Medizin in den meisten Fällen nicht erforderlich. Am besten Frau geht ganz natürlich mit dieser Phase ihres Lebens um. Eine Liste aller Ärzte in Österreich befindet sich auf unserem Gesundheitsportal. Reichlich Literatur zum Thema bekommen Interessierte im Buchfachhandel.


» alle Artikeln zu Körper & Gefühle an den Artikel-Anfang Artikel ausdrucken

ARTIKEL BEWERTEN:

Bewertung: Ø 2.8 / (12 Stimmen)

TEILEN & BOOKMARKS SETZEN

KOMMENTARE

noch kein Kommentar abgegeben.

KOMMENTAR SCHREIBEN

Schreiben Sie ein Kommentar als FitUndGesund User!
  Name
  Email-Adresse (*wird nicht veröffentlicht)
  Spam-Schutz (Summe von 9 + 3 eingeben)
LOGIN

ähnliche Themen
FitUndGesund - Newsletter