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Die Libido

In der Psychoanalyse steht der Begriff Libido für die psychische Energie, die die Sexualität antreibt. Libido steht also für sexuelle Lüste, Begehren oder Trieb. Auch wenn es in ist, einen starken Sexualtrieb zu verspüren, in der Realität gehen die Mediziner von vielen Menschen aus, die von Libido-Problemen betroffen sind.


Die Libido – Grundsätzliches

Die Libido ist die Energie des Sexualtriebs, ist die Lust nach Geschlechtsverkehr. Die Libido ist bei jedem Menschen anders ausgeprägt, der individuelle Lustrhythmus wird durch die eigene Psyche und die körpereigenen Sexualhormone gesteuert. Die Libido hat nichts mit der Potenz zu tun, denn Potenz steht für Häufigkeit und Fähigkeit, um in der Lage zu sein, Sex auszuüben.

Freud beschreibt die Libido in seinen verschiedenen Arbeiten unterschiedlich, so geht es in seinem frühesten Werk um den sexuellen Erhaltungstrieb, später aber auch den allgemeinen Selbsterhaltungstrieb. Freuds Schema stellt sich immer gleichbleibend dar: Erst kommt es zu einem allmählichen Ansteigen, dann einem intensiven Höhepunkt und schlussendlich zum Nachlassen des Interesses – diese Merkmale kann man aber auch mit anderen Trieben des Menschen gleichsetzen wie dem Essen und Trinken.

Freud beschrieb weiterhin, dass sich die Triebhaftigkeit in der Kindheit in verschiedenen Phasen zeige, nämlich oral, anal, phallisch, ödipal und genital. Kommt während einer dieser Phasen zu Störungen, hat das nach Freud Auswirkungen auf die Psyche des Menschen. Grundsätzlich wird heute die Libido der Sexualität zugeschrieben.


Die Libido – Biologie und Dysfunktionen

Beim Mann hängt die Stärke seiner Libido stark vom Testosteronspiegel ab – Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon. Steigt der Spiegel unter Normalwerte, können sich außer dem Libidoverlust Depressionen, Schlafstörungen und erektile Dysfunktionen einstellen. Ebenso hängt eine Libidostörung bei der Frau mit den Hormonen zusammen, so kann es während des Menstruationszyklus oder in der Menopause dazu kommen.

Doch ist nicht nur den Hormonen die Schuld an der Unlust zuzuschieben – es kommen viele andere Faktoren wie psychische Störungen oder Partnerschaftskonflikte sowie Stress und Erkrankungen infrage. Dann kommen noch allerhand Studien zum Tragen, wie beispielsweise, dass der sexuelle Kontakt bei langjährigen Beziehungen nicht mehr so vordringlich ist, dass speziell Frauen eher Zärtlichkeit dem Geschlechtsverkehr vorziehen.

Leiden Frauen an einem Libidomangel, wird dies als Frigidität bezeichnet, bei Männern spricht man von erektiler Dysfunktion. Das darf man aber nicht verallgemeinern, den eine Erektionsstörung hat nicht immer damit zu tun, dass Mann nicht will. Verschiedene psychische, physische und psychosomatische Erkrankungen wie Depressionen, Leberzirrhose oder eine Anorexie (Magersucht) können zu Libidostörungen führen.

Zu einer krankhaft übersteigerten Libido kann es beispielsweise durch Drogen, Manie oder seltener durch Syphilis kommen. Dann sprechen Wissenschaftler von Nymphomanie oder Sexsucht. Mit Aphrodisiaka kann die Libido gesteigert werden – verschiedene Mittelchen stehen den Menschen hierfür zu Verfügung. Die meisten haben allerdings keinen wirklichen Effekt und von Drogen sollte Abstand genommen werden.


Die Libido – Fazit

Eine gesunde Libido bedeutet Lust auf Sex und den Partner. Durch viele Faktoren, die unser Leben auch in anderen Bereichen beeinflussen, wie Stress und Konflikte, kann auch die Libido gestört werden. Auch ernste Erkrankungen können Ursache dafür sein. Es ist nicht sinnvoll, eine Störung der Libido einfach hinzunehmen. Doch vielleicht helfen ganz einfache Mittel wie ein paar schöne Stunden zu zweit, der Lust wieder auf die Sprünge. Dauert der Libidoverlust länger an, sollte ein Arzt aufgesucht werden.


Weitere Informationen zur Libido

Länger anhaltende Libidostörungen sollten mit einem Arzt besprochen werden (eine Liste aller österreichischen Ärzte befindet sich auf unserem Portal), passiert es nur hin und wieder, können natürliche Störungen im Hormonhaushalt die Ursache sein. Doch auch Erkrankungen führen zu möglichen Libidostörungen, darum ist der Gang zum Arzt sinnvoll. In Büchern können Interessierte viel zum Thema nachlesen.


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