Der Eisprung ist Teil des weiblichen Zyklus und Voraussetzung für die Befruchtung, und damit mögliche Schwangerschaft, der Eizelle. Der Eisprung ist die Entwicklung und Ablösung der Eizelle aus dem Eierstockfollikel, ausgelöst durch eine Östrogenausschüttung und damit einem schnellen Anstieg des Hormons LH.
Der Eisprung – Grundsätzliches
Damit man den Eisprung versteht, sollte man den weiblichen Zyklus ein wenig kennen. Dieser beginnt mit dem ersten Tag der
Menstruation und dauert im Schnitt 28 Tage. Während des Zyklus, der in mehrere Phasen geteilt ist, reift die befruchtungsfähige Eizelle heran. Kommt es zur Befruchtung, nistet sie sich in der Gebärmutterschleimhaut ein.
Die Phasen im Zyklus sind:
- Die erste Zyklushälfte, die Eibläschen reifen heran
- Die Zyklusmitte, Eisprung
- Die zweite Zyklushälfte, die Gelbkörperphase
Beim Eisprung, oder kurz davor, kommt es zu einer Östrogenausschüttung und einem dadurch resultierenden schnellen Anstieg des Hormons LH. Dieses Hormon löst gemeinsam mit dem erhöhten Progesteron den Eisprung aus, das bedeutet, eine reife Eizelle wandert in den Eileiter – dort kann sie befruchtet werden. Nach dem Eisprung ist die Eizelle maximal 24 Stunden befruchtungsfähig.
Der Eisprung – die Symptome
Typische Symptome für einen Eisprung gibt es nicht, Frauen fühlen den Eisprung äußerst unterschiedlich. Außerdem bemerken die meisten Frauen den Eisprung nur, wenn sie genaue Berechnungen (beispielsweise ständiges Messen der Basaltemperatur) vornehmen. Manche Frauen spüren ziehende Schmerzen im Unterbauch, die unter Umständen mehrere Tage anhalten können und Mittelschmerzen genannt werden. Andere Frauen verspüren ein Ziehen in den Brüsten, Rückenschmerzen, Übelkeit und Ähnliches. Um natürlich sagen zu können, das ist genau die Zeit des Eisprungs muss Frau ihren Körper sehr gut kennen. Die Zykluslänge an sich kann schon sehr variieren, denn äußere Einflüsse tragen zu unterschiedlichen Längen viel bei.
Diese Leiden der Frauen sind als normal zu bezeichnen. Einerlei, ob die Schmerzen durch den Eisprung entstehen oder prämenstruell sind, diese Beschwerden sind nicht bedenklich. Die Rückenschmerzen beginnen zumeist am unteren Rücken und ziehen sich Richtung Unterbauch. Hilfe verschafft ein heißes Bad oder eine Wärmeflasche.
Der Eisprung – Hemmung, Störung
Der Eisprung der Frau kann durch die hormonelle Empfängnisverhütung gehemmt werden. Dafür gibt es Verhütungsmittel wie die Pille, die Minipille oder die Drei-Monats-Spritze. Durch bestimmte Hormone (Bsp. Gestagen) in den Verhütungsmitteln kommt es zu Vorgängen im Gehirn, die das Heranreifen der Eibläschen verhindern und damit eine mögliche Schwangerschaft. Auch zu Störungen des Eisprungs kann es kommen, beispielsweise im Rahmen des sogenannten plyzystischen Ovarialsyndroms. Es kann eine verringerte Eisprungfähigkeit vorkommen, ebenso wie eine vollständig ausbleibende Ovulation. In jedem Fall kann nur ein Gynäkologe/eine Gynäkologin den Grund ermitteln und mögliche Behandlungen einleiten.
Der Eisprung – Fazit
Der Eisprung ist Teil des weiblichen Zyklus und notwendig, um schwanger zu werden. Denn nur ein reifes Ei kann auch mit dem männlichen Samen befruchtet werden. Manche Frauen spüren Symptome wie Rückens- oder Bauchschmerzen infolge des Eisprungs, welche aber durchaus normal sind. Gehemmt wird der natürliche Eisprung durch hormonelle Verhütungsmittel. Auch Störungen sind möglich.
Weitere Informationen zum Eisprung
Bei allen Fragen rund um den Zyklus der Frau und dem Eisprung ist der Gynäkologe/die Gynäkologin Ansprechpartner. Frauen, die gerne schwanger werden wollen, können mit speziellen Berechnungen ihren Eisprung ermitteln, auch hier ist der Frauenarzt/Ärztin Berater und Begleiter. Eine Liste aller in Österreich praktizierenden Ärzte befindet sich auf unserem Gesundheitsportal.