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Erste Hilfe bei Verbrennungen

Verbrennungen entstehen durch das Einwirken von Hitze auf das Gewebe. Durch das Ansteigen der Temperatur kann es zu einer Zellschädigung- bzw. Zerstörung oder gar Verkohlung kommen. Tiefe und Ausmaß der Zellschädigung hängen von der Dauer der Hitzeeinwirkung und der Höhe der Temperatur ab.


Was ist bei Verbrennungen zu tun?

Als erste Maßnahme gilt, die Verbrennungsquelle auszuschalten. Danach muss die Verbrennungswunde gekühlt werden, denn das Gewebe kann auch nach dem Ausschalten der Verbrennungsquelle weitere Schäden erleiden.

Die Kühlung erfolgt am Besten durch normales, kaltes Wasser aus der Leitung, welches zwischen 15 und 25 °C haben kann. Empfohlen ist es, das Wasser über die Wunde laufen zu lassen und nicht die Wunde darin einzutauchen.

Auch sollte kein Eiswasser verwendet werden. Verbrennungen können so lange gekühlt werden, bis die Schmerzen nachlassen. Allerdings nicht länger als 20 Minuten, um eine Auskühlung des Körpers zu vermeiden. Bei Kleinkindern ist mit dem Kühlen Vorsicht geboten, sie kühlen schneller aus.


Erste-Hilfe-Maßnahmen sind:
  • Ruhe bewahren, insbesondere Kinder beruhigen

  • Nach Möglichkeit Kleidung an den verbrannten Stellen entfernen

  • Maximal 20 Minuten kühlen

  • Betroffene warmhalten, wenn zur Stelle die Rettungsdecke (aus Folie) aus dem Erste-Hilfe-Kasten als Unterlage verwenden, mit Decken zudecken

  • Den Notarzt rufen – bei Kindern bereits bei leichteren Verbrennungen, bei Erwachsenen bei schwereren Verbrennungswunden

  • Der Betroffene sollte nicht trinken oder essen

  • Nach Wohnungsbränden Betroffene nie allein lassen, Rauchgase können Verwirrung und Orientierungslosigkeit auslösen

  • Die Wunde ist nach der Kühlung steril abzudecken, nicht geeignet sind beispielsweise Papiertaschentücher (Fusseln)

  • Keinesfalls Salben oder Ähnliches auf die Verbrennungswunde aufbringen

  • Den Wundverband nicht mehr öffnen, das obliegt dem medizinischen Personal

Handelt es sich um sehr schwere Verbrennungen, werden die Patienten in speziellen Einrichtungen, sogenannten Zentren für Schwerbrandverletzte behandelt.

Betrifft die Brandwunde mehr als 10% der Körperoberfläche, erleiden die Betroffenen schwere organische Schäden, viele überleben nicht.

Eine intensive Nachsorge der Brandopfer ist wegen der möglichen Infektionen unerlässlich.


Weitere Informationen zu Verbrennungen

Kleinkinder sollten besonders geschützt werden, schnell ist ein Unfall mit heißem Wasser oder Fett passiert.

Viele Brandverletzungen passieren beim Grillen, mit sachgemäßem, vorsichtigem Verhalten lassen sich schwere Verletzungen verhindern.

In vielen Fällen können Unfälle nicht verhindert werden, ist es passiert, sollte nach den Erste-Hilfe-Maßnahmen sofort ein Arzt hinzugezogen werden, um weitere Folgeschäden zu verhindern.

Es gilt: Ruhe bewahren, so hilft man speziell Kindern am meisten.


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