„Schokolade, Butter und Zucker sind das beste Nervenfutter“, heißt es. Aber Schokolade schmeckt nun mal nicht nur einfach gut, sondern geht leider auch auf die Hüften. Wenn man die Vollmilchschokolade gegen Zartbitterschokolade tauscht, nimmt man dann nicht so sehr zu?
Vollmilchschokolade vs. Zartbitterschokolade
Schokolade aus Vollmilch hat einen hohen Milchanteil und ist wahrscheinlich deshalb so beliebt, weil sie schön cremig und auch so herrlich süß schmeckt. Leider hat Vollmilchschokolade sehr viele Kalorien, aber ungesünder als andere Schokoladensorten ist sie nicht. Eher im Gegenteil, denn die viele Milch in der Schokolade sorgt dafür, dass der Körper besser mit Calcium versorgt wird. Dazu kommt, dass der Anteil an reinem Kakao niedriger ist als bei der Zartbitterschokolade. Vollmilchschokolade hat ein bisschen mehr Zucker, dafür hat sie aber auch deutlich weniger Fett.
Ist Zartbitterschokolade gesünder?
Jede Tafel Zartbitterschokolade besitzt Inhaltsstoffe, die Herz und Kreislauf schützen, und enthält viel Kakaomasse. Dadurch hat sie weniger Zucker als die Vollmilchvariante, aber dafür ist der Milchanteil wieder geringer. Je höher der Kakaoanteil in der Schokolade ist, desto intensiver wird sie im Geschmack. Jede Schokolade wird außerdem mit vielen Geschmacksnoten angereichert. Wenn man Schokolade isst, kann man Nüsse, Mandeln, Früchte und auch Gewürze wie Pfefferminz, Vanille oder sogar Chili und Pfeffer schmecken.
Echte Zartbitterschokolade mit einem hohen Anteil an Kakao (es müssen mindestens 50 Prozent sein) ist auch unter dem Namen schwarze Schokolade oder veraltet auch unter Herrenschokolade bekannt. Richtig bitter schmeckt Zartbitterschokolade im eigentlichen Sinne nicht, aber sie ist weniger süß und auch nicht so cremig wie Vollmilchschokolade. Gesünder ist sie allerdings auch nicht.
Verzichten muss keiner
Keiner muss auf Schokolade verzichten, sei es nun Zartbitter- oder Vollmilchschokolade, aber man sollte in diesem Zusammenhang auf die Menge achten, wie bei vielen anderen Lebensmitteln auch. Wenn man sich immer ausgewogen und gesund ernährt, dann kann ein Stück Schokolade oder auch mal zwei nicht schaden und man nimmt dabei auch nicht drastisch zu.
Immer wieder schreiben Diäten und diverse Ernährungsberater vor, dass man keine Schokolade essen sollte, wenn man abnehmen will. Und dass alle, die dennoch nicht darauf verzichten können, nach Möglichkeit nur Zartbitterschokolade statt Vollmilchschokolade essen sollen. Dabei handelt es sich um ein hartnäckiges Gerücht, das immer wieder erzählt wird.
Man sollte sich klar machen, dass Zartbitterschokolade zwar den höheren Anteil an Kakao und damit weniger Zucker hat, aber sie auch mehr Fett hat als die Vollmilchschokolade. Keine von den vielen Schokoladensorten, die angeboten werden, ist besser oder auch gesünder als die andere. Alle, die gerne Schokolade essen, können das auch mit einem ruhigen Gewissen weiter machen, denn Schokolade ist nachweislich gut für die Nerven. Wer also unter Stress steht, der sollte die Beine hoch legen und ein Stückchen Schokolade genießen. Ob es sich dabei um Zartbitter- oder Vollmilchschokolade handelt, spielt keine Rolle.