Wenn es um die richtigen Mahlzeiten zur richtigen Zeit geht, dann scheiden sich daran die Geister. Besonders das Abendessen gerät dabei immer mehr in die Schusslinie. Alle, die abnehmen möchten oder schlank bleiben wollen, sollten angeblich auf das Abendessen verzichten. Aber ist das wirklich nötig?
Macht Abendessen dick?
Eine alte Weisheit besagt, man solle frühstücken wie ein König, zu Mittag essen wie ein Bürger, aber zu Abend essen wie ein Bettler. Das heißt, am Abend soll man so wenig wie möglich oder gar nichts zu sich nehmen. Diese Weisheit stammt allerdings aus längst vergangenen Zeiten, als die Menschen noch körperlich sehr hart arbeiten mussten. Damals wurde mit einem üppigen Frühstück der Magen bis zum Mittagessen gefüllt und man konnte dabei die nötige Kraft tanken. Das Mittagessen fiel aufgrund von Zeitmangel und Angebot eher mager aus und für das Abendessen waren die Menschen wahrscheinlich sowieso viel zu müde. Heute wird kaum noch körperlich so hart gearbeitet und die Essgewohnheiten haben sich dementsprechend geändert. Aber die Weisheit, dass man am Abend nichts mehr essen soll, ist geblieben. Oder ist da wirklich was dran?
Nicht die Uhrzeit entscheidet
Wer am Abend isst, der schadet der Verdauung und nimmt zu. Klar, in der Nacht arbeitet der Körper ja auch auf Sparflamme. Das heißt nicht so ganz, der Stoffwechsel fährt nur runter und deshalb sind viele Menschen der Meinung, dass Essen nach 17 Uhr dick macht. Dem Körper ist es aber tatsächlich relativ egal, wann er etwas zu essen bekommt. Er richtet sich nach den Kalorien und nicht nach der Uhrzeit.
Alle Südeuropäer sind ein leuchtendes Beispiel dafür, dass Essen selbst am späten Abend nicht dick macht. In Portugal, Spanien und Italien wird besonders in den Sommermonaten die Hauptmahlzeit erst am späten Abend gegessen, mitunter ist dies ein Menü mit drei Gängen. Im Durchschnitt wiegen die Menschen aus dem Süden Europas nicht mehr als die im Norden. Auch Muslime dürfen zur Zeit des Ramadan am Tag nichts essen, sondern erst, wenn die Sonne untergegangen ist. Dann können es aber leicht 3000 Kalorien werden. Unter Fettleibigkeit leidet aber deshalb trotzdem kaum jemand.
Nie hungrig ins Bett!
Man sollte nach Möglichkeit nicht hungrig ins Bett gehen. Zum einen ist ein knurrender Magen schlimm und zum anderen verhindert das Hungergefühl einen erholsamen Schlaf. Wer möchte schon jede Stunde wach werden, weil sich der Magen vor lauter Hunger zusammenkrampft? Besser ist ein leichtes Abendessen. Eine Scheibe Brot oder auch ein warmes Essen mit Geflügel und Reis machen satt, haben aber wenige Kalorien und sind deshalb ideal. Vorsichtig sollte man mit Obst umgehen. Obwohl Obst sehr wenige Kalorien hat, kann es schwer im Magen liegen. Das liegt an der Fruchtsäure, die am Tag, wenn man in Bewegung ist, besser verdaut werden kann als am Abend, wenn die Füße hochgelegt werden. Wer also kein Magendrücken bekommen will, der sollte keine Äpfel, Birnen und Pflaumen direkt vor dem Zubettgehen essen.
Ich denke auch, dass Abendessen nich dick macht.
Jedoch läst sich um dieses Thema streiten.
Am besten und gesündesten ist es aber immer noch, ein gesundes Frühstück zu sich zu nehmen, mittags ein gutes deftiges (ausgewogenes) Essen und Abends am besten ein gutes Abendbrot mit Salat.