Es gab eine Zeit, da wurde die Trennkost-Diät als das Nonplusultra unter den Diäten angesehen. Das ist heute nicht mehr der Fall, weil viele die Umsetzung dieser Diät einfach zu kompliziert finden, obwohl man mit dieser Diät gut abnehmen kann.
Die Trennkost-Diät
Entwickelt wurde die Trennkost-Diät von Dr. Howard Hay. Der amerikanische Arzt war schwer nierenkrank, konnte nicht mehr arbeiten und wollte sich mit dieser Diät selbst heilen. Das gelang ihm, als er anfing, in Bezug auf seine Mahlzeiten Kohlehydrate und Eiweiß voneinander zu trennen. Dr. Hay wurde wieder gesund und starb übrigens 50 Jahre nach der Diagnose bei einem Autounfall. Bei einer Trennkost-Diät werden alle Lebensmittel, die hauptsächlich aus Kohlenhydraten bestehen, getrennt von den Lebensmitteln gegessen, die aus Eiweiß bestehen. Dr. Howard Hay war der Ansicht, dass der Körper nicht beide Gruppen zusammen verdauen kann. Die klassische Trennkost nach Hay wird in drei Gruppen aufgeteilt:
- In der Gruppe der Kohlenhydrate sind unter anderem Getreide und Teigwaren (Brot, Reis, Nudeln, Dinkel, Vollkorn, Gerste, Bulgur, Couscous, Polenta, Weizen) sowie Hülsenfrüchte und Gemüse (Bohnen, Erbsen, Linsen, Kartoffeln, Kürbis, Mais) und Zucker in allen Formen auch in überreifem Obst und in Milchprodukten. Kohlenhydrate sind eine große Gruppe und in fast allen Lebensmittel enthalten.
- Die Gruppe der eiweißhaltigen Nahrungsmittel beinhaltet Fisch, Fleisch, Wurst, Käse, Milchprodukte.
- Die dritte Gruppe bilden schließlich die neutralen Lebensmittel. Dazu gehören Nüsse, Samen, Keime, alle pflanzlichen und tierischen Fette, gesäuerte Milch, wie Kefir oder Buttermilch, Salat und Gemüse. Nahrungsmittel der neutralen Gruppe können jederzeit mit den beiden anderen Gruppen kombiniert werden.
Wie funktioniert die Trennkost-Diät?
Im Grunde ist eine Trennkost-Diät relativ einfach. Wer zum Beispiel im Winter gerne frischen Grünkohl isst, der darf das ohne ein schlechtes Gewissen tun. Nur wenn es um die Beilagen geht, muss eine Entscheidung fallen. Wer gerne Kartoffeln dazu isst, der muss das Fleisch oder die Wurst weglassen oder eben die Wurst essen, aber dann ohne die Kartoffeln.
Bei der Trennkost-Diät ist es ratsam, die Lebensmittel, die in der Hauptsache Kohlenhydrate enthalten, morgens und mittags zu essen und die eiweißhaltige Nahrung am Abend zu sich zu nehmen. Wer Obst isst, der sollte danach eine halbe Stunde nichts mehr essen, und nach einer Mahlzeit mit Kohlenhydraten sollte die Pause sogar drei Stunden betragen. Nach einem Essen mit Eiweiß werden vier Stunden Pause empfohlen. Generell verboten sind bei einer Trennkost-Diät Hülsenfrüchte, weil diese sowohl Eiweiß als auch Kohlenhydrate enthalten. Das ist aber auch bei der Muttermilch der Fall und keiner wird ernsthaft behaupten, dass die natürlichste Nahrung der Welt schädlich ist.
Die Vorteile der Trennkost-Diät
- Die Trennkost-Diät ist gesund und bringt denjenigen dazu, sich mit dem, was er isst, auch auseinanderzusetzen.
- Bei der Trennkost müssen keine Kalorien gezählt werden.
- Wer langfristig von Trennkost lebt, der wird auch abnehmen, denn durch das Trennen von Kohlehydraten und Eiweißen nimmt man automatisch weniger Kalorien zu sich.
Die Nachteile der Trennkost-Diät
- Die Trennkost-Diät verläuft nach strengen Regeln. Man sollte sich vor der Diät damit auseinandersetzen und dann entscheiden, ob man die Diät machen möchte. Ein bisschen Selbstdisziplin gehört allerdings immer dazu.
- Wer gerne und auch viel isst, der wird sich bei einer Trennkost-Diät umstellen müssen, denn essen auf die Schnelle gibt es dabei nicht.
- Für Berufstätige ist diese Diät kompliziert, denn sie lässt sich in vielen Teilen sehr schwer vorbereiten.
- Manchmal ist es schwer herauszufinden, was man essen darf, denn viele Lebensmittel haben Kohlehydrate und auch Eiweiß.
Ein Fazit
Mit der Trennkost-Diät kann man auf Dauer seine Ernährung umstellen und gesünder leben. Auch wenn die Diät nach heutigen Gesichtspunkten eher überholt ist, kann sie doch nicht schaden.