Eine Null-Diät heißt - man nimmt tatsächlich nicht eine einzige Kalorie zu sich. Das klingt nach schnellem Abnehmen, denn von nichts kann man schließlich auch nicht zulegen. Aber wer meint, eine Null-Diät wäre so einfach, wie sie sich anhört, der irrt.
Die Null-Diät
Was man im Rahmen einer Null-Diät zu sich nehmen darf, kann man an zwei Fingern abzählen: Wasser und Kräutertee. Damit sind die Grenzen dieser Diät auch schon erreicht. Außer Tee und Wasser ist alles andere verboten. Und damit erklärt sich auch sofort, warum diese Diät so gefährlich ist, denn man muss kein Ernährungsexperte sein, um zu erkennen, dass eine Null-Diät in keinem Fall eine gute Diät sein kann. Einer der wenigen Vorteile bei einer Null-Diät ist allerdings, dass man sehr schnell sehr viel an Gewicht verliert, aber man kann sich wahrscheinlich auch lebhaft ausmalen, wie elend man sich schon nach drei Tagen Null-Diät fühlt.
Warum ist eine Null-Diät so gefährlich?
Wenn man sich, wie bei der Null-Diät verlangt, von nichts anderem mehr ernährt als von Wasser und Kräutertee, dann beginnt der Körper zunächst einmal Wasser zu verlieren. Wenn das geschehen ist, dann beginnt er damit, die Fettreserven zu verbrauchen. Das kann – je nach Übergewicht – einen längeren oder kürzeren Zeitraum in Anspruch nehmen. Wenn auch die Fettreserven verbraucht sind, dann geht es an die Muskelmasse und damit beginnt der gefährliche Teil einer Null-Diät. In den Muskeln lagert der Körper wertvolles Eiweiß und wenn das abgebaut wird, dann kommt es zu unschönen Symptomen wie Müdigkeit, allgemeiner Abgeschlagenheit und auch starke
Kopfschmerzen, die mit einer
Migräne zu vergleichen sind, gesellen sich noch dazu.
Kurz gesagt, man fühlt sich alles andere als fit und gesund. Ganz abgesehen von einem starken Hungergefühl, was während einer Null-Diät der ständige Begleiter sein wird. Der ständige Verzicht auf feste Nahrung kann zu Gicht und im schlimmsten Fall zu einem kompletten Kreislaufzusammenbruch führen.
Hat eine Null-Diät auch Vorteile?
Sie hat, ähnlich wie Fasten auch, einige Vorteile. Zum einen kommt es bei einigen Menschen zu einer Art Spiritualität, also einer geschärften Wahrnehmung für Dinge, die man sonst so noch nicht gesehen hat. Kritiker dieser Diät bezeichnen dies allerdings etwas unschön als Hungerwahn. Nicht jeder ist schließlich ein indischer Yogi und Asket, der jahrelang ohne feste Nahrung auskommt. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Körper in gewisser Weise entschlackt wird.
Ist eine Null-Diät überhaupt zu empfehlen?
Nur wer eine sehr gute Konstitution hat und in guter körperlicher Verfassung ist, der kann den Körper für ein paar Tage auf Sparflamme setzten und so ein paar Kilo abnehmen. Allerdings nicht für lange, denn sonst kann das gesundheitlich nicht zu unterschätzende Folgen haben. Eine Null-Diät bedeutet zwangsläufig auch immer einen Jo-Jo Effekt, denn keiner kann sich auf Dauer nur von Wasser und Kräutertee ernähren.
Eine vernünftige Ernährungsumstellung findet nicht statt und damit auch die Aussicht, sich in der Zukunft gesund und ausgewogen zu ernähren. Eine junge gesunde Frau, die sich zum Beispiel unbedingt in ein Kleid zu einem festlichen Anlass hungern will, die kann eine Null-Diät ohne große Probleme zwei bis drei Tage durchhalten und damit den gewünschten Effekt erzielen.