Bei Besenreisern handelt es sich um mit Blut gefüllte, erweiterte Adern und Venen, die sich rötlich oder bläulich als Verästelungen auf der Haut abzeichnen. Besenreiser sehen nicht schön aus und schmerzen oft, darum wollen, zumeist Frauen, dass sie entfernt werden.
Die Besenreiserentfernung - Beratung und Operation
Besenreiser sind nicht nur optisch wenig ansprechend, in vielen Fällen verursachen sie den Betroffenen auch Schmerzen. Darum wählen viele von Besenreisern betroffenen Personen oft den Weg der Operation. Ziel der Entfernung der Besenreiser ist ein deutlich verbessertes, äußeres Erscheinungsbild der Haut.
Vor der Operation findet ein ausführliches Beratungsgespräch sowie eine genaue Untersuchung statt. Es wird vor der Entfernung der Besenreiser empfohlen, Kompressionsstrümpfe oder Strumpfhosen zu tragen (erhältlich in Sanitätshäusern) und entsprechende, Venenwände kräftigende Medikamente (nach Absprache mit dem behandelnden Arzt) zu sich zu nehmen.
In den meisten Fällen kann die Operation ambulant bei örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Im Zuge der OP werden die Verbindungsvenen durchtrennt. Danach werden die sichtbaren Gefäßerweiterungen beseitigt, wofür es mehrere Techniken gibt:
- Das Wegspritzen
- Die Lasertherapie
- Die Elektrokauterisation
- Die Radiowellen-Therapie
Weitere Therapiemöglichkeiten bei Besenreisern sind: die Verödung, die Verdampfung mittels Laser und die Verklebung mittels Blitzlampentechnologie.
Die Risiken einer Besenreiserentfernung sowie Nebenwirkungen und Nachbehandlung
Komplikationen sind bei einer Besenreiserentfernung eher auszuschließen und kommen höchst selten vor. Blutergüsse nach der Behandlung sind normal, auch kleinere Blutgerinnsel können auftreten. In seltenen Fällen bleiben weiße Punkte auf der Haut zurück, die jedoch kaum mit freiem Auge zu sehen sind. Ein allgemeines Thromboserisiko wird durch das konsequente Tragen der Kompressionsstrümpfe vor und nach der OP sehr stark vermindert. Blutgerinnungshemmende Medikamente müssen nur in sehr seltenen Fällen verabreicht werden.
Nach der OP werden spezielle Kompressionstupfer auf die Haut aufgebracht, über die dann die Kompressionsstrümpfe gezogen werden. Die Kompressionsstrümpfe sollten bei der Erstbehandlung eine Woche durchgehend getragen werden. Sind die Tupfer entfernt, empfiehlt es sich, die Kompressionstrümpfe tagsüber noch über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen zu tragen.
Sport und schwere körperliche Anstrengungen sind für rund eine Woche nach der Behandlung zu meiden, ebenso eine direkte Sonnenbestrahlung (mindestens ein Monat) auf die behandelten Stellen.
Wenn Blutergüsse auftreten, ist es sinnvoll, auf das Verwenden von Heparinsalbe zu verzichten, da diese störend auf den Heilungsprozess wirken kann. Eine Absprache mit dem behandelnden Arzt ist zu empfehlen.
Die Kosten einer Besenreiserentfernung
Da das Ausmaß der zu entfernenden Besenreiser äußerst individuell ist, kann keine genaue Aufstellung der Kosten an dieser Stelle gemacht werden. Der Arzt erstellt bei dem Beratungstermin mit anschließender Diagnose den Behandlungsablauf, das Verfahren und auch die Kosten. Oft sind auch mehrere Sitzungen notwendig.
Zumeist werden Besenreiser aus ästhetischen Gründen entfernt, darum sind in der Regel die Kosten selbst zu tragen. Bei gesundheitlichen Einschränkungen kann es in Einzelfällen zu einer Übernahme der Kosten der Krankenkasse kommen.
Die Besenreiserentfernung – Fazit
Mit den neuen, sanften OP-Methoden wird die Besenreiserentfernung für den Patienten so angenehm wie möglich durchgeführt. Die Risiken und Nebenwirkungen sind bei entsprechendem Einhalten der vom Arzt verordneten Nachsorge gering.
Weitere Informationen zur Besenreiserentfernung
In Schönheitskliniken und bei allen Ärzten bekommt man alle wichtigen Informationen zum Thema. Der Patient muss für sich entscheiden, ob er sich dem Eingriff unterzieht. Gute Bücher zum Thema bietet der Buchfachhandel.