In diesem Monat perfektionieren die Babys, die schon vorher erste Krabbelversuche gewagt haben, diese Art der Fortbewegung. Alle anderen lernen es jetzt. Natürlich gibt es auch Ausnahmen von der Regel. Einige Babys überspringen das Krabbeln einfach und gehen gleich zum Laufen über.
Entwicklung

Mit 10 Monaten können die meisten Babys sich an Möbeln und Gegenständen hochziehen und daran entlang laufen. Manchmal klappt das freie Stehen schon für kurze Zeit ohne Festhalten. Das Baby kann jetzt auch sicher sitzen.
Zum Essen sitzt es im Hochstuhl und es können auch erste Ausflüge mit dem Rad unternommen werden, denn das Baby ist jetzt auch bereit für den Fahrrad-Kindersitz.
Die Feinmotorik der Hände wird weiter ausgebaut. Mit Hilfe von Zeigefinger und Daumen, dem Zangengriff, können kleinste Krümel oder Fusseln vom Fußboden aufgehoben werden.
Gesundheit
Der Gesundheit des Babys zuliebe muss jetzt auf mehr Hygiene geachtet werden, vor allem wenn andere Familienmitglieder viel Dreck von draußen hereintragen oder die Wohnung mit Haustieren geteilt wird.
Das Baby bewegt sich jetzt durch die ganze Wohnung und nimmt von der Erde auch Dinge auf, die weder für Babys Hand noch für Babys Mund bestimmt sind. Es muss öfter einmal durchgesaugt oder gewischt werden.
Die Verwendung von keimtötenden Putzmitteln ist aber dabei nicht nötig. Übertriebene Hygiene kann der Gesundheit ebenso schaden wie zu viel Dreck und Bakterien. Da Babys Hand öfter einmal in den Mund wandert, sollten die Händchen mehr als sonst gewaschen werden, damit Flusen, Hundehaare und Blumenerde entfernt werden.
Die Haut mancher Babys braucht etwas mehr Pflege, denn nach einem Aufenthalt auf dem Spielplatz und im Sandkasten ist öfter als üblich einmal ein Bad fällig.
Ernährung
Der Ernährungsplan des achten und neunten Monats kann im Großen und Ganzen auch in diesem Monat beibehalten werden. Der Mittagsbrei muss für das Baby nicht mehr so fein püriert werden.
Es dürfen ruhig kleine Stückchen enthalten sein, die dem Baby dabei helfen, kauen zu lernen. Mütter sollten sich aber darauf gefasst machen, dass nicht jedes Baby diese stückige Nahrung annimmt.
Manchen weigern sich vehement bis zum zwölften Monat oder sogar länger, etwas anderes zu essen als fein Püriertes. Das ist in Ordnung und sollte akzeptiert werden. Eltern sollten lediglich darauf achten, dass der Brei dann auch alle notwendigen Nährstoffe enthält und die Ernährung nicht zu einseitig ausfällt.
Vielleicht nimmt das Baby schon andere Nahrungsmittel wie ein Stück Brötchen oder eine Reiswaffel an, um sich hiermit im Kauen zu üben. Die Neugier des Babys auf die Nahrung der Großen wächst. Das Motto sollte jetzt lauten: Das Baby darf alles probieren, muss aber nicht.
Dies & Das
Das Baby wird jetzt richtig gesprächig und versteht schon vieles, was die Eltern ihm erzählen. Vor allem immer wiederkehrende Wortlaute wird es schon sehr bald erkennen. Fingerspiele und Reime sind jetzt eine tolle Möglichkeit, das Sprachverständnis des Babys zu wecken.
Auch im normalen Umgang sollte so viel wie möglich mit dem Baby gesprochen werden. Beim Anziehen können die Dinge beim Namen genannt werden und was die Mutter damit tut (Das ist dein grüner Pullover, den ziehen wir jetzt über deinen Kopf. Jetzt ist die blaue Hose dran).
Wenn das Baby plappert, sollten Eltern darauf eingehen und ihm antworten, auch wenn noch niemand versteht, was das Baby eigentlich sagen will. Die positive Reaktion motiviert das Kleine, weiter zu plappern und neue Laute auszuprobieren.
Auch die Körpersprache kommt jetzt mehr und mehr zum Einsatz, wenn das Baby etwas möchte. Da wird mit dem Finger in die Richtung gezeigt, in die es getragen werden möchte oder es zeigt auf Spielzeug, welches es haben möchte.