Bei der Magnetfeldtherapie werden die Patienten einem Dauermagnetfeld ausgesetzt. Dies kann unter anderen in Form von Magnetfeldtherapie-Matten, Armbändern, Einlegesohlen oder Pflastern angewendet werden. Die Anwendungsgebiete sind unterschiedlich und reichen von Wundheilungsstörungen bis zu Migräne.
Magnetfeldtherapie – Grundsätzliches

In der Schulmedizin werden hochfrequente Magnetfelder bei bildgebenden Verfahren eingesetzt und auch unterstützend bei Heilprozessen von Brüchen der Knochen. In der Alternativmedizin wird die Magnetfeldtherapie als naturheilkundliches Verfahren beispielsweise zur Schmerzbehandlung angewendet. Laut Annahme der Befürworter basiert die Heilkraft in den tief in das Körpergewebe eindringenden magnetischen Impulsen, die sich dort positiv auf Verletzungen oder Entzündungen auswirken können.
Die Magnetfelder sind künstlich mit Strom herstellbar, ein bestimmter Apparat leitet die elektrische Energie in eine Spule – die Bewegung der Ladung erzeugt das magnetische Feld. Die Magnetfeldtherapie beruht auf dem Prinzip, dass sich in allen Zellen elektrisch geladene Teilchen befinden – wenn es zu Verletzungen oder Entzündungen kommt, sind diese Teilchen, vielmehr die Ausrichtung der elektrischen Teilchen, gestört – was durch die Magnetfeldbehandlung wieder in Einklang gebracht werden kann, ergo der Krankheitsverlauf kann positiv beeinflusst werden.
Dauermagnete in Form von Gürteln, Schuheinlagen,. Armbändern oder Pflastern beispielsweise werden für viele leiden empfohlen und sind in vielen Ländern freiverkäuflich. In Europa begann der Aufschwung mit den Magnetfeldern im 18. Jahrhundert. Die Magnetstärke der oben erwähnten Produkte liegt zwischen 10 und 1000 Gauß. Allerdings ist die tatsächliche Wirksamkeit solcher Artikel sehr fraglich.
Manche Ärzte wenden die Magnetfeldtherapie in Form von Matten (Matratzen) unterstützend zu anderen Behandlungsmethoden an. Aufgrund neuster Untersuchungen können Erfolge in der Wirksamkeit beispielsweise bei Arthrose in Knie oder Hüfte (Schmerzlinderung) oder bei Regelschmerzen verzeichnet werden.
Magnetfeldtherapie – Anwendungsgebiete und Nebenwirkungen
Die Magnetfeldtherapie kann bei folgenden Indikationen angewendet werden:
- Die Behandlung von Schmerzen und Entzündungen
- Unterstützend bei Knochenverletzungen und Wunden
- Zur Stärkung des Immunsystems (beispielsweise bei vorhandenen Allergien)
- Bei Erkrankungen der Wirbelsäule
- Zu einer verbesserten Knorpel- und Knochenstruktur
- Bei Kinderlähmung (Poliomyelitis)
- Zur Aktivierung des Hormonhaushaltes
- Bei Migräne und anderen Formen von Kopfschmerzen
- Bei Rheuma
- Bei Störungen des Blutdrucks
- Gegen Regelschmerzen
- Eventuell bei der Behandlung von Durchblutungsstörungen, Stoffwechselstörungen, Asthma bronchiale, Bronchitis, Tinnitus oder Schwindel
Es gibt keine wissenschaftlichen Belege zur Wirkung der Magnetfeldtherapie, weshalb die Krankenkassen in den seltensten Fällen die Kosten übernehmen. Nebenwirkungen gibt es an sich keine, manchmal verspüren die Patienten ein leichtes Kribbeln. Die Magnetfeldtherapie darf nicht angewendet werden bei Patienten mit einem Herzschrittmacher oder anderen elektronischen Implantaten, schwangere Frauen sollten sich vorab mit ihrem behandelnden Arzt besprechen.
Magnetfeldtherapie – Fazit
Die frei verkäuflichen Dauermagnete sind zwar beliebt, jedoch ist ihre therapeutische Wirkung keinesfalls belegt. Neueste Forschungen haben zwar geringe Wirkung auf Zellkulturen nachweisen können, inwiefern jedoch ein therapeutischer Effekt tatsächlich vorhanden ist, ist umstritten. Nach bisherigen Erkenntnissen ist das Anwenden der Dauermagnete ungefährlich.
Eine Magnetfeldtherapie kann in einer ärztlichen Ordination, bei einem Therapeuten, in einem Krankenhaus oder einer Rehabilitationsklinik und auch als Heimtherapie erfolgen. Die Behandlung ist in der Regel langfristig angesetzt. Die Anwendung ist an sich einfach, denn das Magnetfeld dringt durch die Kleidung oder auch einen Gipsverband.
Weitere Informationen zur Magnetfeldtherapie
Eine Magnetfeldtherapie kann unterstützend zu anderen Behandlungen oder präventiv angewendet werden. Informationen dazu hat jeder Arzt. Eine Liste aller in Österreich praktizierenden Ärzte befindet sich auf unserem Portal. Bücher zum Thema finden Interessierte im Buchfachhandel.